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NOTRUFE

Polizei: Tel.: 110
Feuerwehr/Notfallrettung: Tel.: 112
Gift-Info-Zentrum: Tel.: 0361/730730
Telefonseelsorge: Tel.: 0800/1110111 bzw. 1110222

Hilfeleistungen:

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enviaM: Tel.: 0800/2305070

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Brandgefahr in der Advents- und Weihnachtszeit

"... Advent, Advent ein Lichtlein brennt ...", beginnt ein bekanntes Weihnachtslied. Doch manchmal brennt nicht nur ein Lichtlein, sondern gleich das ganze Zimmer. Dann steht nicht das Christkind vor der Tür, wie es im Liedertext heißt, sondern die Feuerwehr! Trotz aller Warnungen kommt es Jahr für Jahr zur Weihnachtszeit zu Zimmer- und Wohnungsbränden. Meist entstehen solche Brände durch Unachtsamkeit und unsachgemäßen
Umgang mit Kerzen.

Es gehört zur guten Tradition, die Wohnung mit Adventsgestecken und
Weihnachtsbäumen zu schmücken. Dabei wirken brennende Kerzen
nicht nur auf Kinder faszinierend. Auch die Erwachsenen empfinden
Kerzenlicht als sehr schön.
Leider kommt es dabei aber immer wieder zu Bränden, die das Leben
und die Gesundheit bedrohen.
Alleine durch die Nachlässigkeiten im Umgang mit Adventskränzen und Christbäumen sind im vergangenen Jahr bayernweit fast eintausend Brände entstanden.Damit verbunden, war ein Anstieg der Brandschadensumme.

• Geld, das wir alle gemeinsam als Versicherungsnehmer aufbringen müssen.

• Geld, das gerade in unserer derzeitigen Wirtschaftslage sicherlich sinnvoller eingesetzt werden könnte.

Leider ist die Tendenz seit Jahren ansteigend. Dabei wird besonders deutlich, dass je länger die Advents- und Weihnachtszeit dauert und je trockener damit die Gestecke werden, dieBrandhäufigkeit zunimmt.

Häufige Brandursachen dabei sind:

- Kerzen zu nah an Vorhängen (Luftzug) und an Holzverkleidungen von Wänden und Decken

- Keine oder Verwendung von brennbaren Kerzenhaltern

- Zu weit abgebrannte Kerzen, insbesondere bei trockenen Gestecken

- Kleinkinder ziehen die Tischdecke mit dem Adventskranz oder dem Weihnachtsgesteck herunter

- Brennen lassen von Kerzen obwohl niemand im Raum ist.

- Wachskerzen stecken nicht senkrecht im Kerzenhalter.

- Brand durch Umkippen oder Umstoßen des Weihnachtsbaumes.

- Die Kerzen sind zu nahe unter den darüberliegenden Zweigen angebracht.

 Die ewigen "Besserwisser" werden jetzt entgegenhalten:

"Blanke Theorie und total überzogen, ich mache das schon immer anders und es ist noch nie was dabei passiert".

Wir, Ihre Feuerwehr, haben da leider ganz andere Erfahrungen machen müssen!

Und wie ist es bei Ihnen?
Verwenden Sie für Ihren Adventskranz Wachsauffangschalen aus
nicht brennbarem Material und ... für Ihren Weihnachtsbaum Kerzenhalter mit Kugelgelenken?

Weitere Tipps zur Brandverhütung:

• Nichtbrennbare Unterlagen für Adventskränze und -gestecke verwenden oderimprägnieren Kränze oder Gestecke nicht in die Nähe von Wärmequellen stellen

• Kränze oder Gestecke nicht in die Nähe von Wärmequellen stellen

• Trockenes Grün gegen frisches auswechseln

• Kaufen Sie den Christbaum erst kurz vor dem Fest und stellen Sie ihn bis dahin in einen Eimer Wasser

• Eventuell lebenden Tannenbaum mit Wurzel verwenden

• Kerzen so anbringen, dass Äste nicht in Brand geraten können

• Beim Anzünden der Kerzen von oben nach unten anzünden

• Löschen der Kerzen in umgekehrter Reihenfolge, von unten nach oben

• Kerzen nie ganz abbrennen lassen

• Wunderkerzen sollten nicht am Christbaum oder in der Nähe von brennbaren Gegenständen hängen

• Noch glühende Wunderkerzen nur auf nichtbrennbare Unterlage oder in einem geschlossenen Metalleimer entsorgen

• Bei brennbarem Baumschmuck (selbst gebastelt) darauf achten, dass dieser in einem ausreichenden Abstand zu Kerzen angebracht wird

• Weihnachtsbaum gegen Umkippen sichern

• Geeignetes Löschgerät bereitstellen (Eimer mit Wasser oder Feuerlöscher)

• Bei elektrischen Kerzen, nur VDE-geprüfte Lichterketten verwenden

Auch elektrische Minilichterketten für den Weihnachtsbaum können laut einer Untersuchung von Experten Stromschläge austeilen und Brände verursachen. Wie der Verband Deutscher Elektrotechnik mitteilte, wurden in seinem Auftrag neun der meistverkauften Modelle auf Belastung und Entflammbarkeit geprüft. Dabei seien erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt worden. Bei einem Modell lag sogar die stromführende Leitung frei, so dass der Benutzer beim Berühren einen möglicherweise tödlichen
Stromschlag bekommen könnte. Insgesamt vier Modelle hätten nicht den Anforderungen der Sicherheitsnorm entsprochen, weil sie sich beim Hitzetest bereits vor Ablauf der vorgeschriebenen Frist entzündet hätten.
Wie es weiter heißt, waren die Produkte teilweise mit gefälschten und überalterten TÜV-Siegeln versehen!

Und noch etwas:
Damit Weihnachten auch ein Fest der Freude wird, geben wir Ihnen diese Informationen.
Wir hoffen, dass Sie durch unserer Tipps keine "Feuertage" sondern vielmehr ein "Frohes und ruhiges Weihnachtsfest" erleben.

Wir wünschen Ihnen und uns ... Kerzenschein statt Zimmerbrand! ...


  


 Sicherheitshinweise der Feuerwehr für Natur und Grillvergnügen:

  1. Beachten Sie das absolute Verbot für offenes Feuer in Wäldern; dies gilt auch für Grillfeuer - fragen Sie nach ausgewiesenen Grillplätzen.
  2. Ebenso ist es verboten, in den Wäldern zu rauchen.

  3. Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Autofenster.

  4. Bentzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze beim Ausflug in die Natur. Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren entzünden.

  5. Werfen Sie in Wald und Flur keine Flaschen achtlos weg, es könnte zum Brennglaseffekt kommen.

  6. Halten Sie die Zufahrten zu Wäldern, Mooren und Heideflächen frei - sie sind wichtige Rettungswege. Beachten Sie unbedingt Park- und Halteverbote.

  7. In einigen Gebieten ist der Zugang zu Waldgebieten untersagt - bitte folgen Sie diesem Verbot.

  8. Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über Notruf 112.

Verhindern Sie Entstehungsbrände, unternehmen Sie Löschversuche, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen, und rufen Sie in jedem Fall die Feuerwehr zur Nachkontrolle.