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Unsere Gemeinde wurde

1384

zum ersten Male urkundlich erwähnt.

Einwohner

1875 = 229

1880 = 246

1910 = 182

1937 = 211

1988 = 164 / + 38 PKW (1.1.1988)
 
2011 = 127
 
2013 = 121
 

Auszüge aus alten Unterlagen

Klossa gehörte bis zur Bildung des Bezirkes Cottbus zum Land Sachsen - Anhalt Kreis Schweinitz Sitz Herzberg / Elster.

Die Schreibweise unseres Ortes war bis zum 7.3.1935 Clohsa.

Im laufe der Zeit veränderte sich die Schreibweise.

1384             Klossow

1420             von der Clossow

1431             Clossow

später           Clohsa

07.03.1935   Klossa


Der Ortsname stammt wahrscheinlich aus dem altsorbischen -Klos- das bedeutet "ÄHRE".

Es deutet alles darauf hin, daß Klossa eine slawische Gründung ist.

Das Schulhaus wird in den alten Unterlagen erstmalig 1842 erwähnt.

1657 herrschte in der Nachbargemeinde Löben die Pest. Der Löbener Pastor Georg Magnesius wohnte während dieser Zeit in Klossa bei einem Michael Börner, demnach muß unsere Gemeinde von der Pest verschont geblieben sein.

Bewiesen ist, daß die Eiche auf der Denkmalseite am 22.03.1872 gepflanzt wurde.Über das Alter der Eiche auf dem Grundstück Globig gibt z.Zt. keinen Anhaltspunkt.

Die Nachbargemeinde Löben 1226 ist flämichen Ursprung.

Schweinitz 1182, Meuselko 1429 slawischen Ursprung.

Holzdorf 1346, Mönchenhöfe 1378 deutschen Ursprung.

Zwischen Schweinitz und Klossa befand sich linkseits der Elster ein Vorwerk "Neuhof" 1437, dann als Wüstung erwähnt.

Im Landessteuerregister von 1554 wird Klossa zu den Buschdörfern gezählt.

Die schriftlichen Aufzeichnungen und historische Überlieferung  eines Namens hängt von vielen Zufälligkeiten ab. Das Datum der ersten Erwähnung und der Zeitpunkt der Gründung der Siedlung oft durch Jahrzente , ja Jahrhunderten getrennt.

Nach Aussage der Bodenfunde war das Land an der unteren Elster bereits in der mittleren Steinzeit besiedelt. So wurden mittelsteinzeitliche Funde bei Gorsdorf, Klossa, Rehain, und Schweinitz gemacht.

Im Heimatbuch des Kreises Schweinitz, Teil II April 1934, ist beschrieben das bei Klossa ein Gräberfeld aus dem 1.Jahrhundert vor uns. Zeitrechnung auf den Parzellen der Landwirte Elstermann und Zorn entdeckt wurde. Die Gefäße standen in einer Tiefe von ca. 30 cm. frei in reinem Boden. Es wurde weiter ein kleines Fußgefäß mit Rädchenverziehrung gefunden.

1595 muß ein großes Hochwasser gewesen sein. Das Wasser stand eine Spanne hoch in der Kirche.

Der dreißigjährige Krieg 1618-1648 muß auch in unserer Gegend furchtbare Folgen hinterlassen haben. Die Dörfer und Städte waren niedergebrannt und geplündert. Es herrschten Hungersnöte und andere Plagen. 1659, also 11 Jahre nach Kriegsende, berichtet der Pfarrer G. Menesius

"Damals ist hier in Löben und Clossa alles wüste gewesen. Es stand nur die Mühle und ein Gärtnerhäuschen". Der Pfarrer hat sich erstlich in der Mühle, hernach da er gefreit, zu Clossa bei Michael Birnen aufgehalten.

Bekannte Namen von Gemeindevorstehern bzw. Bürgermeister bis 1828 Gottlob Horst, dann des Sohn Johann Horst ertrunken am 3.10.1861. Weitere August Müller, Wilhelm Schmidt, Wilhelm Meissner, Gottlob Krehain gest. 1919, Paul Meissner bis 8.5.1945 dann Paul Donaht bis 1947 , ihm folgte bis zur Eingemeindung am 1.1.1978 nach Schweinitz Karl Lehmann.

Den alten Unterlagen ist zu entnehmen das Klossa sehr unter Hochwasser zu leiden hatte.So 1818 , 1838 , 1845 , 1926 , 1927 und 1940.Die Elsterbegradigung erfolgte um 1928. Durch den Dammbau der sich von 1951 bis 1960 hinzog ist die Gefahr gebannt.

Bis in diese Zeit war das Osterwasser holen und zu Pfingsten das Ringreiten erhalten geblieben. Zur Zeit pflegt Niemand diesen Bräuchen.

Die Gründung der FW. Klossa soll 1879 erfolgt sein. Quelle hierfür ist ein Zeitungsartikel der Lausitzer Rundschau vom 23.09.1994 (Seite 11).

Am 23.07.1899 wurde die Mühle durch einen Orkan umgeworfen und zertrümmert.

Die Mühle wurde wieder aufgebaut.

1985 wurde diese Mühle demontiert und nach Werder/Havel Bez. Potsdam verkauft. Die Mühle wurde dort wieder aufgebaut. Sie soll als Mechan. Denkmal erhalten bleiben.

Die Dorfstraße wurde 1901 neu gepflastert.Die Straße Klossa - Schweinitz wurde 1910 gebaut.
 
Ein Umbau der Dorfkirche erfolgte vom Mai 1910 bis zum 6.4.1911.

Elekt. Strom bekam Klossa 1924, am 22.2.1927 wurde in der Gastwirtschaft das erste Radiogerät vorgeführt.

Am 24.12.1924 wurden bei einer Treibjagd auf Klossaer Flur 124 Hasen erlegt.

Von Feuer wurde Klossa 1911 Zorn Wohnhaus, 4.10.1924 Zorn Scheune, 11.1.1930 Meske Scheune, 17.6.1936 Donath Scheune heim gesucht.

Ein Pumpwerk im Busch, daß 1964 gebaut wurde trägt zur Wasserregulierung bei. 1987 u. 88 wurde die Rühlicken ausgebaggert.

Am 08.05.1954 wurde die „Brücke der Freundschaft" dem Verkehr übergeben. Dadurch verkürzte sich der Weg zum Bahnhof nach Holzdorf und die Schulkinder beider Orte hatten einen kürzeren Weg zur Schule. Leider existiert diese Brücke heute nicht mehr.

Seit dem 01.07.1978 ist Klossa in Schweinitz eingemeindet.

1977 wurde ein neuer Friedhof angelegt.

1981 wurde eine neue Leichenhalle gebaut.

1987 wurden die Trinkwasserleitungen verlegt und neue Klettergerüste für den Spielplatz montiert.

Im Juli 1991 erhielt der Kirchturm eine neue Kugel und den Friedhof umgibt ein neuer Zaun.

1993 wurde der Kirchturm neu geputzt und der Dachstuhl repariert.

Klossa war von 1994 -1998 im Dorferneuerungsprogramm. Zu sehen ist dies u.a. an der neu gestalteten Dorfstraße, gepflegten Einfahrten und Vorgärten.

2002 wurde Klossa von Hochwasser heimgesucht.

2010 wurde Klossa von Hochwasser heimgesucht.

2013 wurde Klossa von Hochwasser heimgesucht.


In den zwei Weltkriegen die Deutschland entfacht hat haben 26 Klossaer Bürger ihr Leben verloren.

1. Weltkrieg 1914 - 1918

Paul Elstermann   
Adolf Richter       
Paul Teichelmann  
Paul Brabandt        
Willy Tischer          
Fritz Dittmann         
Gustav Wolfsteller  
Erich Globig           
Adolf Hauchwitz     
Ernst Hauchwitz      
 
2.Weltkrieg 1939 - 1945
 
Werner Elstermann
Martin Günter
Alfred Gospodarek
Paul Günter
Erich Horst
Ernst Hildebrandt
August Kneist
Ernst Kuhl
Oskar Mahlow
Otoo Mittag
Ewald Plenz
Willi Sahr
Otto Schiering
Paul Zorn
Otto Zorn
Arthur Zorn

Denkmal für die Gefallenen 1914 - 1918

"Wir sollten alles tun, damit uns und unseren Nachkommen der Frieden erhalten bleibt."

1950 kam Otto Steffen als letzter Gefangener zurück.