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Presse FF Klossa


 

Feuerwehr Grabo Manni springt beim tag der offenen Tür

Von Gabi Zahn

Und eins - und zwei: Löschen wie anno dunnemals mit der Handdruckspritze kommt einen Fitnesstraining gleich. Und die Jüngsten machen in Grabo kräftig mit und haben viel Spaß an dieser „Feuerwehrausbildung“.

Foto: Gabi Zahn

Grabo/MZ -

Qualm und Flammen – nachfolgend ein Notruf, Sirenen, Blaulicht, Kameraden in voller Montur, Löschwagen, ja sogar Hubsteiger und Sprungpolster aus Jessen – alles ist vor Ort und bedeutet: Feueralarm! Einen solchen gab es in Grabo. Weil sich die Kameraden nicht allein auf hochmoderne Technik verlassen wollten, wurde sogar die Handdruckspritze aus Klossa herbeigeholt – Baujahr 1852.

Diese „Alarmierung“ ist keine echte, sondern wird anlässlich des Tages der offenen Tür der Graboer freiwilligen Feuerwehr inszeniert. Die Floriansjünger mit Norbert Heidemann an der Spitze bieten alles auf, was möglich ist, um den Einwohnern vor Augen zu führen, wie wichtig eine gut funktionierende Wehr ist. Die historische Handdruckspritze gehörte freilich eher zum unterhaltsamen Teil des Nachmittags. Ihr Einsatz bedingt vereinte Muskelkraft. Selbst die Jüngsten legen sich dabei richtig ins Zeug. Immerhin fasst der Tank 700 Liter Wasser. Da wird das Pumpen zum Fitnesstraining.

Die Jessener Kameraden unterstützen. „Unsere Zusammenarbeit klappt auch im Notfall oder bei Übungen sehr gut, zumal Jessen, Schweinitz und Grabo gemeinsam alarmiert werden“, berichtet Heidemann. Diesmal rücken Ronny Zass, Matthias Netzel und Kevin Gräbner mit dem Hubsteiger an, um in Grabo eine Rettung aus großer Höhe zu demonstrieren. Das Sprungpolster wird per Druckluft aufgepustet. Wenig später halten die Zuschauer kurzzeitig den Atem an: Manni „springt“ aus dem Korb des ausgefahrenen stählernen Armes aus 16 Metern Höhe – und landet sicher auf der weichen Fläche. „Manni“ ist ein Dummy und wird zu Übungszwecken verwendet. Viele Kinder und Erwachsene nutzen die Gelegenheit zum „Schnupperkurs im Feuerlöschen“: „Jeder soll das Gefühl dafür bekommen, wie er den Wasserstrahl am besten aufs Ziel richtet, welche Kraft und Konzentration das erfordert“, erklärt der stellvertretende Ortswehrleiter Torsten Winkelbauer. Plötzlich wird ein „Wohnzimmerbrand“ gemeldet – das Einsatzfahrzeug rückt mit kompletter sechsköpfiger Besatzung an, und die „Schaulustigen“ sehen mit eigenen Augen, welches Unheil ein brennender Weihnachtsbaum verursachen kann. Deshalb ist es auch wichtig zu wissen, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird. Die fünf W-Fragen helfen dabei: Wo ist es passiert? Was ist passiert, Wie viele Verletzte? Welche Verletzungen? Warten auf Rückfragen! „Im Gefahrenfall heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Für einen schnellen Einsatz sind konkrete Angaben sehr hilfreich“, so Winkelbauer.

Alle zwei Jahre bitten Grabos Feuerwehrleute zum Tag der offenen Tür. Er ist gut besucht. „Ein solches Ereignis jährlich zu veranstalten, würde unsere Kräfte übersteigen. Die Stadt kann nicht extra bezuschussen. Immerhin gibt es mehr als 40 Wehren im Stadtgebiet mit etwa 960 Mitgliedern“, zeigt Norbert Heidemann auf und ergänzt: „Wir sind derzeit zwölf Aktive. Nachwuchs ist nicht wirklich in Sicht, aber die Truppenstärke ist über Jahre konstant geblieben. Mit Technik und Unterkunft sind wir gut ausgestattet. Eine Jugendwehr wieder ins Leben zu rufen macht keinen Sinn. Die Kinder sind in Jessen bei den Flori-Kids an der Grundschule gut aufgehoben.“

Quelle: www.mz-web.de ©2016


Tradition zwischen Klossa und Mönchenhöfe Wie an die alte Elster-Brücke erinnert wird

Das nagelneue Zelt grüßte vom Mönchenhöfer Ufer durch die Gischt des feuchten Brückenschlages.

Foto: Evelyn Jochade

Klossa/Mönchenhöfe -

So ein Kremserwagen hat was. Zumindest ein Dach. Und das war Gold wert. Der Klossaer Thomas Hensel hatte ihn am Sonntag per Trecker zum Ufer der Elster befördert, wo er empfindlichen Gemütern, Damen und Herren, ausreichend Schutz bot vor Kälte und Regen, sowie einen komfortablen Sitzplatz mit Aussicht auf das Wasserspektakel des Brückenschlags in Erinnerung an die einst den Fluss überspannende Querung. Nur für die Grundversorgung mit Speisen und Getränken mussten sie ihr Refugium verlassen. Die etwas Widerstandsfähigeren standen davor oder in der Nähe des Verkaufsstands, jedoch nicht zu dicht am flott fließenden Wasser der Elster. Keine Gefahr, dass die aufgetürmten Schwimmwesten zum Einsatz kommen müssten. Freiwillig wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, in die eisige, bräunliche Brühe zu springen. Dazu hätte es sicher eines deutlich geringeren Wasserstands und vor allem einiger Grad mehr auf dem Thermometer gebraucht.

Bei solch bescheidenem Wetter braucht man ordentlich was zwischen die Zähne, um nicht zu frieren. Diese Weisheit wurde sowohl in Mönchenhöfe als auch in Klossa berücksichtigt. Auf beiden Seiten der Elster glühte es unterm Rost. Dazu kam in Klossa noch die Forellenräucherei, die unwiderstehlichen Duft verströmte. Die Bratwürstchen allerdings, die in Klossa auf dem Grill landeten, stammten vom gegenüberliegenden Ufer. „Die holen wir jedes Mal aus Mönchenhöfe, weil die einfach immer schmecken“, lobte Helga Gronewold die Produktion aus der Nachbargemeinde. Rund 60 Stück wandern konstant Jahr für Jahr auf den Klossaer Rost und werden verzehrt. Natürlich nicht ohne gebührend herunter gespült zu werden. Ähnlich in Mönchenhöfe. Hier sah man neben den Würstchen auch Bouletten brutzeln. Und während die Männer tapfer ihr kaltes Bier zischten, wärmten sich die Frauen lieber an Tee und Glühwein. (mz/ejo)

Zwar versicherten die Klossaer, es habe zu den Brückenschlags-Veranstaltungen auch schon welche mit Sonnenschein gegeben, doch wann soll das gewesen sein? Die Menschen nehmen es mit Humor und machen das Beste draus. Das hieß im Falle von Mönchenhöfe: „Wir haben uns ein neues Zelt gekauft“, wie Torsten Kösterke, Heimatvereinsvorsitzender, stolz verkündete. So waren die Mönchenhöfer leidlich geschützt vor dem zerstiebenden Wasserbogen. „Um das richtig auszuprobieren haben wir extra Regen bestellt“, verriet er noch. Aha, also die Mönchenhöfer waren für den ekligen Nieselregen zuständig. Nun gut, im nächsten Jahr, zum 14. Brückenschlag haben dann sicher die Klossaer einen Wunsch frei. Da können die Mönchenhöfer dann wohl nicht mehr erzählen, das schlechte Wetter käme von Klossa. So haben es die Altvorderen, laut Strömungserfahrung, immer behauptet.

Die Klossaer (rechts) hatten es sich trotz des Wetters gemütlich gemacht und waren guter Dinge.

Foto: Evelyn Jochade
 
Bevor aber das große neue Zelt stand, musste, so Henry Sachse noch einiges an Aufbauarbeit geleistet werden. „Wir haben stundenlang gebraucht, auch weil keiner wusste, wo welche Schraube und welche Strebe hingehört. Manchmal waren wir mit einem Stück fertig, da stellten wir fest, dass wir uns geirrt hatten und mussten alles wieder auseinander bauen. Aber wir wollten das auf jeden Fall schaffen. Schließlich wurde das Zelt aus Mitgliedsbeiträgen des Feuerwehrvereins finanziert.“ Warum überhaupt so früh im Jahr und bei diesen Wetterprognosen ein solches Fest gefeiert wird, beantworteten Mönchenhöfer folgendermaßen: „Erstens kommen die Leute nach dem Winter mal wieder an die Luft und zweitens, wer viel vorhat, muss zeitig anfangen. Wir haben neun Veranstaltungen im Jahr. Da ist alles zugeplant. Wir konnten den Brückenschlag nur davorsetzen. Das ist sozusagen unser Warm up für die kommende Saison.“

Die Männer am Grill in Mönchenhöfe kämpften an vorderster  Wasserfront um leckere Bratwürste.

Foto: Evelyn Jochade

Die fängt Gründonnerstag mit dem Osterfeuer an. Am 23. April findet das Backofenfest statt und am 4. Juni findet ein gemeinsames Backen mit Emstaler Backfreunden statt. Selbstverständlich sind zu den Festivitäten auch Nachbarn aus Klossa gern gesehen.

Wie sagte Bürgermeister Michael Jahn (SPD), der beiden Elster-Orten einen Besuch abstattete: „Es ist schön, wenn die Erinnerung an die alte Brücke weiterlebt und die Menschen die Verbindung halten.“

Quelle: www.mz-web.de


Brückenschlag zwischen Klossa und Mönchenhöfe „Träumen kann man ja“

Uhr

Feuerwehr mit Brückenschlag - oder umgekehrt? Hier die Klossaer Beteiligten an dem Traditionsspektakel.

(BILD: Thomas Christel)

Von
Der Regen hält Klossaer und Mönchenhöfener nicht von der Tradition ab, das traditionelle Brückentreffen zwischen beiden Elster-Anrainerorten abzuhalten.

Klossa/Mönchenhöfe

Es soll keiner sagen, die Klossaer und die Mönchenhöfener kämen nicht zusammen. Mangels Brücke - die beiden letzten Pfeilerrudimente auf Klossaer Seite kommen dieses Jahr auch noch aus dem Ufer - bauen sie sich eine Fähre. Die allerdings auch nur kurzen Bestand hat - solange das traditionelle Brückentreffen zwischen beiden Elster-Anrainerorten läuft - Sonntagvormittag für einige Stunden. Aus Premsendorf haben sie sich ein Boot geborgt. Und so sind Ortsteilbeiratschef Wilfried Globig und Feuerwehrchef Egbert Uhde aus Klossa natürlich deutlich fixer im Nachbarort, als der Reporter per Auto. Es ist wie Hase und Igel.

„Die Forellen sind fertig“, verkündet denn auch Globig, nachdem er Mönchenhöfener Freundesland betreten hat. Ja, auch das hat inzwischen Tradition, auf dem Klossaer Ufer gibt es Forellen. Ansonsten wärmen Lagerfeuer auf beiden Seiten des Flusses die Teilnehmer. Dass der Wind hin und wieder einen Wasserschleier auf sie wirft, fällt kaum auf bei dem kalten Regen am Sonntagvormittag. Doch der nasse Brückenschlag aus den Strahlrohren der beiden Feuerwehren ist ja gerade der Anlass dafür, dass die Klossaer und Mönchenhöfener ihre warmen Häuser verlassen haben. Sie wollen ja an die Brücke erinnern, die es vor zig Jahrzehnten mal gab.

„Ich habe sogar schon mal mit ’nem Statiker gesprochen“, erzählt Hubert Sachse. „Eine Brücke zu bauen, wäre gar nicht kompliziert, auf einer Seite ein Pylon aufgestellt, der die Brücke per Seilen hält. Mehr braucht es gar nicht.“ Noch sind es Träume. „Träumen darf man ja“, meint er verschmitzt. Viel mehr ärgert ihn aber bereits Bestehendes. Auf Mönchenhöfener Seite sind die Dämme einschließlich der Verteidigungswege bereits neu gebaut. „Warum sind die für Radfahrer gesperrt?“, fragt der Mönchenhöfener, der lange Zeit die Gaststätte im Ort betrieb. „Über Holzdorf könnte man die sogar bis an die Flämingskate anbinden.“ Vielelicht bleibt das ja kein Traum, wie eine neue Elsterbrücke? Doch auch ohne den alten Pfeiler: „Wir machen das 2016 wieder“, verkündet Egbert Uhde überzeugt.

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Feuerwehren in Jessen                                                                     

Männer ernannt und berufen

15.10.2014 15:43 Uhr | Aktualisiert 15.10.2014 15:43 Uhr

Ernennung und Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis

(BILD: Th. Christel)

Am Dienstagabend erfolgte im Jessener Stadtrat die Ernennung und Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis von Ortsteilwehrleitern und deren Stellvertreter.

Jessen/MZ/GRO. 

In der Sitzung des Jessener Stadtrats am Dienstagabend im Schloss erfolgte nach Zustimmung des Gremiums die Ernennung und Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis von Ortsteilwehrleitern und deren Stellvertreter. Vorausgegangen waren Wahlen in den Löschtruppen. Zudem haben Männer die entsprechenden Qualifizierungen gemeistert.

Bestätigt wurden für sechs Jahre Oberbrandmeister Stefan Ziehe als Ortsteilwehrleiter in Schweinitz, Brandmeister Christoph Hering zum Vize-Ortswehrleiter in Schweinitz, Oberlöschmeister Egbert Uhde zum Ortsteilwehrleiter in Klossa, Hauptfeuerwehrmann Dennis Seger zum stellvertretenden Ortsteilwehrleiter in Kremitz (an der Stadtratssitzung konnte er nicht teilnehmen), Oberlöschmeister Udo Halwas zum Ortsteilwehrleiter in Schützberg und Hauptfeuerwehrmann Jens Nitzsche zu dessen Stellvertreter. (mz/gro)

Quelle: www.mz-web.de


Feuerwehr in Klossa Weitere sechs Jahre mit Führungsduo gewünscht

Uhr | Aktualisiert 13.01.2014 21:55 Uhr

So schön können Floriansjünger lächeln: Wehrleiter Egbert Uhde, Gerald Schlobach, Mario Katze und Stellvertreter Wilfried Globig. (v.l.) (BILD: E. Jochade)

Klossa/MZ.

Das neue Jahr hat kaum begonnen, da steht die Planung für 2014. Und die wollte Wehrleiter Egbert Uhde seinen Klossaer Kameraden nicht vorenthalten. Gelegenheit dafür hatte er in der Jahreshauptversammlung. Doch zuvor rief Helga Gronewold in ihrem Rückblick noch mal die Ereignisse der vergangenen Monate in Erinnerung. Dankbar seien sie alle, dass auch 2013 keinen Brandeinsatz bescherte. Dafür hätten sie es mit jeder Menge Wasser zu tun bekommen. Das Hochwasser traf die Klossaer nicht unvorbereitet. Man habe bereits, als es brenzlig wurde, die Einwohner zusammengerufen und die notwendigen Maßnahmen abgesteckt.

Als dann am 7. Juni Deichläufer einen 15 Meter breiten Dammbruch entdeckten, der sich auf 30 Meter ausweitete, kam wieder die große Solidarität zum Tragen. Es wurde ein Notdeich errichtet und größerer Schaden vom Dorf abgewendet. Dabei halfen nicht nur alle Einwohner Klossas. „Am Sonnabend, 8. Juni, um 23 Uhr“, so wusste Helga Gronewold zu berichten, „waren ungefähr 200 Personen im Einsatz“. Sie zählte auf: „Die Wehren aus Schweinitz, Mügeln, Seyda, Holzdorf und Ruhlsdorf, Kräfte der Bundespolizei mit Hubschraubern, die Wasserwacht Wittenberg sowie viele fleißige Helfer aus Linda, Schweinitz, Jessen, Neuerstadt, Grassau und Annaburg.“

Dringend junge Leute gesucht

Nicht ohne Stolz fügte sie hinzu: „Wir haben es wieder gepackt.“ Um den Anforderungen weiterhin gerecht werden zu können und die Wehr im Dorf zu erhalten, müssten allerdings junge Leute geworben werden. Untadelig ist in der Klossaer Wehr die Teilnahme an Aus- und Weiterbildungen, die auch im neuen Jahresplan, den Egbert Uhde verlas, mit vielen Stunden veranschlagt sind. Daneben hatte der Wehrleiter die angenehme Aufgabe, Gerald Schlobach und Mario Katze zu Oberfeuerwehrmännern zu befördern. Er selbst erhielt aus den Händen seines Stellvertreters, Wilfried Globig, die Silberne Ehrennadel für 20 Jahre Mitgliedschaft in der Wehr.

Zu dem Zeitpunkt stand aber die wichtigste Entscheidung des Abends noch bevor: Die Wahl der neuen Wehrleitung. Wie nicht anders zu erwarten, fiel diese sowohl für den Wehrleiter als auch seinen Stellvertreter einstimmig aus. Und Mario Katze brachte es auf den Punkt: „Wir sind die letzten sechs Jahre gut mit unserem Führungsduo gefahren und das werden wir auch die nächsten sechs …“ Die große Akzeptanz und Verbundenheit dieser Wehr mit den Einwohnern des Dörfchens zeigt sich immer wieder bei Veranstaltungen wie dem Brückenschlag über die Elster nach Mönchenhöfe oder auch dem Osterfeuer.

Im Rahmen ihres jüngsten Jahrestreffens brachten die Kameraden einen weiteren interessanten und sofort positiv aufgenommenen Vorschlag ins Gespräch: „Wie wäre es“, hieß es da, „wenn wir einen Rot-Kreuz-Lehrgang organisieren würden? Am besten gleich für das ganze Dorf.“

Quelle:- www.mz-web.de


Durch Natur und Historie

FEUERWEHR Klossaer Kameraden sind zu Gast in Domsdorf und Wahrenbrück.

Durch Natur und Historie

VON EVELYN JOCHADE

KLOSSA/MZ - Was ist unter Feuerwehrkameraden am wichtigsten? Natürlich das gegenseitige Verstehen, die Kommunikation und der Zusammenhalt der Truppe. All das pflegen die Klossaer einmal im Jahr in ganz besonderer Weise. Sie suchen sich ein Ziel in der näheren oder weiteren Umgebung, welches sie besuchen wollen. Diese Gemeinschaftserlebnisse schweißen zusammen, sei es die Besichtigung des Flughafens Leipzig-Halle oder der Ausflug nach Stralsund. Diesmal hatten die Klossaer, um ihren Wehrleiter Egbert Uhde, sich ein Reiseziel ganz um die Ecke ausgesucht. Per Bus sollte es in den kleinen Spreewald gehen.

Ausgefeilte Technik

Bevor jedoch in Wahrenbrück der Kahn bestiegen werden konnte, machten die Elf erst einmal einen Abstecher nach Domsdorf in die älteste Brikettfabrik Europas. Helmut Schorm führte durch die "Louise", die mit lautem Rollen und Stampfen ihre über 100-jährige Geschichte nachwies. Beeindruckend, so die Teilnehmer, wie ausgefeilt die Technik bereits in diesen Zeiten war. Wuchtig drehten sich die Schwungräder und die Feuerwehrleute glaubten Schorm sofort, als er sagte:" Hier erkannte man niemanden. Alle waren schwarz und hatten einen gelben Helm auf."

Diese Aussage konnte Elke Globig nur bestätigen, die in Schwarze Pumpe gelernt hatte. Sie erzählte, dass sie als Lehrling auf die Schräge hoch musste, um von der Rohkohle Proben zu nehmen. "Damals war nichts gemauert, nur Metallstreben, und man konnte genau sehen, wie hoch man über dem Boden war".

Kesselgulasch zur Stärkung

Mit einer großen Portion Hochachtung vor der Arbeit der Altvorderen verließen die Klossaer das heutige Technische Denkmal, jedoch nicht, ohne sich dort noch mit einem zünftigen Kesselgulasch zu stärken. Das Wetter, welches bislang mitgespielt hatte, trübte sich derweil zusehends ein und einige Regentropfen ließen Schlimmeres erahnen. Doch Petrus schien ein Herz für die Kameraden zu haben und drehte den Hahn wieder zu. So konnten die Klossaer ihre Bootsausfahrt bei Kaffee und Kuchen genießen. Doch nicht alle.

Für Gisela Wiese beispielsweise schwankte der Kahn doch bedenklich und selbst die Versicherung ihrer männlichen Kameraden, sie zu retten, falls sie ins Wasser fiele, beruhigte sie nicht sonderlich. Erst der Spruch von Helga Gronewold, wer hier ersäuft, ist nur zu faul zum Aufstehen, und dessen Bestätigung durch den Fährmann Eckhard Wagner zeigten ein wenig Wirkung. Letzterer hatte viel zu berichten. Über die Natur und die Landschaft ringsherum. Dabei sahen die Kahnfahrer eines selbst: Fast jeder Baum am Ufer der Kleinen Elster war angenagt, einige bereits abgestorben, andere hatten noch einmal ausgetrieben. Aber ohne ihre schützende Rinde werden sie, so Wagner, den nächsten Winter nicht überstehen.

Die Tiere, deren Werk das ist, machten sich an diesem Tag ausgesprochen rar. Nur ihre Rutschen ins Wasser waren vom Boot aus zu bewundern. Zu viele Biber hätten sich hier niedergelassen, konstatierte der Fährmann. Aber was solle man machen, meinte er achselzuckend. Der Naturschutz...

Familie bewahrt Erbe

Nach dem Ausbooten, das Gisela Wiese wieder die Schweißperlen auf die Stirn trieb, spazierten die Klossaer durch den sehr gepflegten Park zur alten Mühle. Während einer kurzen Führung erzählte Marleen Mirbach, Tochter von Heinz Ludwig, dem letzten Müller, die Geschichte der einstigen Wassermühle und deren Arbeitsweise. Die Familie erhält diese Anlagen aus eigener Kraft, was den Besuchern aus Sachsen-Anhalt alle Achtung abnötigte.

"Man konnte genau sehen, wie hoch man überm Boden war."

Elke Globig

einst Schwarze-Pumpe-Lehrling

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Historische Technik war noch bis in die 1990er Jahre in Betrieb

Die Brikettfabrik Louise war von 1882 bis 1991 in Betrieb. Angetrieben zunächst mit Dampfkraft, später elektrifiziert. 60 Prozent Feuchtigkeit hatte die dort geförderte Kohle, die bis 1908 sogar auf 400 Hektar im Tiefbau gefördert wurde. Hohlräume von damals sind immer noch vorhanden. 2012 brach ein Pilzsucher fast in einen solchen ein. Acht Meter war das entstandene Loch. 17 bis 50 Millionen Jahre alt war die Kohle, die bis nach der Wende hier im Tagebau gewonnen wurde. Die komplett erhaltene Brikettfabrik Louise mit ihren elf Kesseln, vier Röhrentrocknern und unzähligen anderen Maschinen und Geräten stand 16 Jahre still. Erst dann begann eine schrittweise Sanierung zum Technischen Denkmal, dessen 68 Meter hoher Schornstein weithin sichtbar von deren Erfolg kündet.

Eine Mühle gab es schon im 13. Jahrhundert am Flusslauf der Kleinen Elster in Wahrenbrück. Bis ins Jahr 1920 hinein wurde sie ausschließlich als Wassermühle betrieben. Dann wurden 25-kW-Aggregate eingebaut. Um effektiv produzieren zu können, musste der Müller mindestens 20 Zentner Korn einfüllen können. Die Mühle, durch die Marleen Mirbach jetzt Besucher führt, ist eine Sechs-Gang-Mühle. Ihr Vater Heinz Ludwig war der letzter Müller in Wahrenbrück. Er nahm es auch mit der Sauberkeit sehr genau. Deshalb ist eine Sack-ausklopf-Maschine in der Mühle zu bewundern. Noch bis Mitte der 90er Jahre setzte Heinz Ludwig das Mahlwerk an Wochenenden in Gang und schrotete. Dann hörte man des Öfteren auch den alten Müllergruß: Glück zu! EJO

Viel gelernt und noch mehr gesehen: auf dem fröhlichen Ausflugskahn mit Fährmann.FOTO: E. JOCHADE


Quelle: MZ 2013


Klossa und Mönchenhöfe Zwei Orte haben einen Traum

03.03.2013 20:15 Uhr

Auch Klossas Nachwuchs übt sich bereits im Brückenschlag an der Schwarzen Elster. Angeleitet von Wilfried Globig (links) und Michael Putensen öffnet Melina die Schleusen für den Wasserbogen über den Fluss. (BILD: Sven Gückel)

Von Sven Gückel

Mit dem Brückenschlag wird an einen großen Wunsch erinnert. Es soll dabei mit einem Wasserbogen an die ehemalige Elsterbrücke zwischen Klossa und Mönchenhöfe erinnert werden.
 
Klossa/Mönchenhöfe/MZ.

Zeitgleich, als Mönchenhöfe im Jahre als Stadtteil nach Jessen eingemeindet wurde, hob man die Idee des Brückenschlags aus der Taufe. Das Ansinnen, mit einem Wasserbogen an die ehemalige Elsterbrücke zwischen Klossa und Mönchenhöfe zu erinnern, vielleicht sogar ihren Neubau zu forcieren, ist seither Leitgedanke der jährlichen Veranstaltung.

Hoffnung bleibt bestehen

Gerade einmal 15 Jahre wurde sie alt. In diesem auch für Brücken noch jugendlichen Stadium fiel das Verbindungsbauwerk zwischen Klossa und Mönchenhöfe 1969 bereits wieder dem Abriss zum Opfer (mehr dazu unter „Strapazen nicht überstanden“). Seither trauern die Einwohner beider Orte der einstigen Überführung nach. Übrig geblieben von ihr sind lediglich drei Pfeiler, die mit scheinbar letzter Kraft den Neubau fordernd aus dem Wasser ragen. Nützen wird es ihnen nichts. Im Zuge der anstehenden Sanierung der Schwarzen Elster sollen auch sie in den kommenden Monaten entfernt werden. „Irgendwie passt das zum Gesamtbild der Brücke“, bedauert Egbert Uhde von der Feuerwehr Klossa. Die Hoffnung darauf, dass eines Tages doch einmal eine kleine Fußgängerbrücke an dieser Stelle ihren Bogen über die Schwarze Elster spannt, bleibt jedoch erhalten. Gestützt ist dieser Glaube auf drei Elemente - dass zunehmend mehr Radtouristen, die entlang des Elsterdamms Entspannung und Erholung suchen, das Projekt beflügeln helfen, sowie auf das Holzmodell der alten Brücke, das seit Jahren in Klossa steht. Zudem versuchen beide Dörfer mit der Veranstaltung das nötige Startkapital für eine Renaissance der Brücke zusammenzutragen. „Alle Einnahmen des heutigen Tages fließen auf ein Sperrkonto der Stadt. Vielleicht kommt der Tag ja noch, an dem wir es zweckgebunden einsetzen können“, so Uhdes Hoffnung.

Symbolischer Brückenschlag

Angesichts des tristen Graus von einem kleinen Lagerfeuer gewärmt, blickte man auch von Mönchenhöfe aus sehnsüchtig auf das andere Ufer. „Ob die Brücke noch kommt, wissen wir natürlich nicht. Ich halte es für eher unrealistisch“, sagt Torsten Kösterke, Vorsitzender des Heimatvereins Mönchenhöfe. Dennoch möchte man auch hier am symbolischen Brückenschlag festhalten, selbst wenn im kommenden Jahr die letzten Hinweise auf das einstige Bauwerk dauerhaft verschwunden sind. „Nach der langen Winterzeit ist der Brückenschlag ein guter Anlass, dass sich die Einwohner der Dorfes wieder einmal unter freiem Himmel treffen“, betont er. Abgesehen vom angestrebten Unterhaltungswert wird die Veranstaltung von den Feuerwehren beider Seiten zum Anlass genommen, Ausbildungsstunden zu absolvieren. Wohl auch deshalb möchte man auf diesen Termin nicht verzichten.

Freude über Dachsanierung

Hoch erfreut sind unterdessen die Einwohner beider Dörfer über das Ergebnis der Deichsanierung. „Was hier bisher geleistet wurde, ist grundsolide Arbeit“, sagt Mario Katze aus Klossa. Seither, so fährt er mit einem Hinweis auf das Hochwasser 2010/11 fort, könne man deutlich ruhiger schlafen. Träumen wird man sowohl links als auch rechts des Flusses dabei wohl von einer kleinen Brücke, die sich im Bogen über das Gewässer spannt, zwei Dörfer verbindet, Freundschaften formt und erhält.

Quelle: www.mz-web.de


Feuerwehr Schweinitzer Feuerwehr blickt auf 2012 zurück

VON SVEN GÜCKEL, 10.02.13, 20:57h, aktualisiert 10.02.13, 21:03h

Zu den beförderten Kameraden der Feuerwehr Schweinitz gehörten neben anderem Löschmeister Sebastian Hensel (l.) und Hauptfeuerwehrmann Michael Lehmann. (FOTO: SVEN GÜCKEL)

SCHWEINITZ/MZ. Was die Anzahl der Einsätze betrifft, so war 2012 für die Feuerwehr Schweinitz eine eher durchschnittliche Etappe. Dennoch wird das Jahr den Kameraden in besonders guter Erinnerung bleiben.

Öd- und Waldbrände, Wohnungs-, Schornstein- sowie Getreidefeldbrände finden sich in der Schweinitzer Feuerwehrstatistik der vergangenen Jahres wieder. Insgesamt 21 Mal mussten die Männer ausrücken, was mit 183 Einsatzstunden zu Buche schlägt. Dennoch bleibt 2012 für die Kameraden mit einer besonderen Note behaftet. Was einzig daran liegt, dass dank einer Finanzspritze der Stadt Jessen in der Garage des Depots ein Wachwechsel vollzogen wurde. Sieben Jahre hatte sich die Stadt zuvor beim Land um Fördermittel bemüht, ohne Erfolg. Letztlich oblag es ihr allein, die 300 000 Euro für das neue Löschfahrzeug LF20-16 zu berappen. "Dieser Schritt war finanziell sicher schmerzhaft, aber notwendig. Denn er dient ausschließlich der Erhöhung der Sicherheit im gesamten Stadtgebiet", betonte Stadtwehrleiter Hans-Peter Schaefer Freitag Abend im Verlaufe der Jahreshauptversammlung im Gerätehaus Schweinitz. 3 000 Liter Wasser an Bord sowie die Tatsache, dass Atemschutzträger schon während der Anfahrt zum Brandherd ihre Schutzkleidung anlegen können, sind nur zwei Gründe, die es positiv zu benennen gilt. Durchaus bewusst sind sich die Kameraden der gestiegenen Verantwortung. Um die neue Technik möglichst schnell und sicher zu beherrschen, wurden seit Eintreffen des Fahrzeugs unzählige Übungsstunden absolviert. Nach Aussage von Wehrleiter Stefan Ziehe ein folgerichtiger Schritt. "Der Bürgermeister hat uns das Fahrzeug nach dem Hochwasser 2010 versprochen, und Wort gehalten. Also wollten auch wir zeigen, dass wir zu unserer Verpflichtung stehen", sagte er.

Technik auf höchstem Stand

Für Bürgermeister Dietmar Brettschneider (CDU) führt auch künftig um den Kauf neuer Technik kein Weg herum. Angesichts des demografischen Wandels könne man fehlende Menpower nur durch bessere Ausrüstung kompensieren. Diese Einschätzung, so Brettschneider, teile man im Land aber offensichtlich nicht. Dass man dort die unter mithilfe von Experten erarbeitete Risikoanalyse als "Wunschliste der Feuerwehren" abtut, empört ihn. "Die Gründung eines Beschaffungskartells, das über einen Haushalt von gerade einmal 1,5 Millionen Euro verfügt, kann keine Alternative sein", argumentierte er. Und versprach den Kameraden zugleich, trotz klammer Kassen nichts unversucht zu lassen, den Ausrüstungsstand der Wehren so hoch wie möglich zu halten. Brettschneider wörtlich: "Wir stehen auch in Zukunft zu unserer Verantwortung."

Als besonders bitter sieht Wehrleiter Stefan Ziehe die Tatsache an, dass 2012 kein Neuzugang zu verzeichnen sei. "Diese Lücke lässt sich aktuell nur durch einen hohen Ausbildungsstand schließen", forderte er von den Mitgliedern seiner Wehr. Intensiver als bisher soll deshalb 2013 um Nachwuchs geworben werden. Als wichtigen Schritt in diese Richtung erachtete er das verstärkte Werben an den Grundschulen der Stadt. Fehlendes Personal ist gleichsam der Grund dafür, dass die Feuerwehr Schweinitz seit geraumer Zeit noch intensiver unter anderem mit den Wehren Klossa und Großkorga zusammenarbeitet. Nur so, betonte Schaefer, sei es in kleineren Dörfern überhaupt noch möglich, Ausbildungsstunden zu realisieren oder die Stellen der Führungskräfte zu besetzen. Zwei Ortswehren mussten in jüngerer Vergangenheit bereits aufgelöst werden.

Befördert und geehrt

Höhepunkt und Abschluss der Jahreshauptversammlung waren Auszeichnungen und Beförderungen. Leistungsspangen in Bronze, Silber, sowie für Karsten Berndt in Gold, aber auch Ehrungen für treue Dienste. Zu den ältesten Mitgliedern gehört derzeit Ralf Richter, der für 50 Jahre treue Dienste geehrt wurde. Befördert wurden: Florian Neumann (Feuerwehrmann), Oliver Bäuerlein (Oberfeuerwehrmann), Michael Lehmann (Hauptfeuerwehrmann) und Sebastian Hensel (Löschmeister).

Quelle: www.mz-web.de


Feuerwehr Jahresversammlung der Klossaer Kameraden

erstellt 20.01.13, 19:21h, aktualisiert 20.01.13, 21:19h

Egbert Uhde (l.) ehrt Wilfried und Elke Globig für 30 aktive Jahre. (FOTO: JOCHADE)

KLOSSA/MZ/EJO. Die Freiwillige Feuerwehr Klossa ist keine große Truppe. Aber sie ist aktiv, auch wenn sie im vergangenen Jahr nicht einen einzigen echten Einsatz hatte. Egbert Uhde, seit Jahren ihr Chef, meinte dazu: "Gott sei Dank!" Denn genau das streben die Kameraden mit ihrer Aufklärungsarbeit an. Sie wollen erst gar nicht bei dramatischen Einsätzen glänzen und Menschenleben und Sachwerte retten müssen.

Weiterbildung ist angesagt

Auf der ersten Versammlung im neuen Jahr lobte der Wehrleiter die Einsatzbereitschaft seiner Kameraden: Es sei nicht leicht, diese bei fehlenden Alarmierungen hoch zu halten. Einen Schwerpunkt stelle nach wie vor die Aus- und Weiterbildung dar. Erst im November besuchten die Klossaer eine Schulung durch den Energieriesen EnviaM zu Gefahren im Umgang mit elektrischem Strom.

Doch wie Egbert Uhde konstatierte, seien die Brandherde in Wohnhäusern meist in den Küchen zu suchen. "Da werden Bratpfannen mit Öl außer Acht gelassen und überhitzt oder Kirschkernkissen im Backofen heiß gemacht und vergessen. Das Schlimmste aber ist dann die Reaktion auf das verqualmte Zimmer. Reflexartig reißen viele zunächst das Fenster auf, um zu lüften. Aber das ist genau falsch. Bei der Feuerwehr lernt man das zuerst: Kein Sauerstoff darf an den Brand."

Informationstag geplant

Solche einfachen Regeln, die es zu beachten gilt und die in Fleisch und Blut übergehen müssen, wollen die Klossaer Kameraden bei einem Informationstag zur Brandschutzerziehung jedermann nahebringen. Wie löscht man welche Brände und wie mit geringen Mitteln größerer Schaden an Leib und Leben verhindert werden kann. Rauchmelder sind da ein Thema. Ab 2015 sollten sie in Wohn- und Schlafzimmern, Fluren und Kinderzimmern präsent ein.

Wettkämpfe der Wehren untereinander, Absicherungen von Veranstaltungen und Übungen sind die angenehmsten Aufgaben für einen Floriansjünger. Die Klossaer und ihre Nachbarn auf der anderen Elster-Seite in Mönchenhöfe freuen sich schon auf den Brückenschlag am 3. April. Diesmal mit besonderem Programm, denn es wird der zehnte. Dennoch gerät den Kameraden die Ernsthaftigkeit ihrer Arbeit nicht aus den Augen. Im April und Oktober warten Bereichsausbildungen auf sie.

Ehepaar wird geehrt

Zwei Kameraden konnte Egbert Uhde bei der Jahresversammlung ehren. Wilfried und Elke Globig sind nicht nur miteinander, sondern auch 30 Jahre mit der Feuerwehr ihres Ortes "verheiratet". Beide traten am 1. Dezember 1982 ein und wurden bereits 1985 zu Oberfeuerwehrleuten befördert. Beide haben diverse Weiterbildungen absolviert und sind heute Truppführer. Lehrgänge, wie die Sprechfunker-Ausbildung und zur Technischen Hilfeleistung helfen Wilfried Globig seine Aufgaben als Stellvertretender Wehrleiter und Sicherheitsbeauftragter zu erfüllen.

Quelle: www.mz-web.de


Kreis Wittenberg Erinnerung an Gefallene und ein 105-jähriges Pferd

VON EVELYN JOCHADE, 20.11.12, 19:27h, aktualisiert 20.11.12, 22:57h

In Steinsdorf interessiert sich auch die Jugend für die Historie der Feuerwehr. Wehrleiter Andreas Wache musste Arne Asmus (zehn Jahre) und Marlon Kawa (acht, von links) alles genau erklären. (FOTO: E. JOCHADE)

STEINSDORF/MZ. Getragene Musik klang aus den Boxen als sich einige Steinsdorfer und Gäste aus den Nachbarorten am Volkstrauertag der in den Weltkriegen Gefallenen oder Vermissten erinnerten. Reinhard Schüler, Stadtteilbeiratsvorsitzender, las die Namen derer vor, die aus Frankreich oder Russland nicht heimkehrten. Und er mahnte: "Nie wieder wollten vor 67 Jahren die Deutschen eine Waffe in die Hand nehmen. Die Menschen werden einfach nicht klug." Jeweils zehn Söhne verlor Steinsdorf in beiden Weltkriegen.

Dass Kriege unmittelbare Auswirkungen auf das Dorfleben hatten, wurde ebenfalls deutlich, als im Dorfgemeinschaftshaus im Anschluss an die Ehrung am Kriegerdenkmal ein Chroniknachmittag stattfand. Inzwischen schon der Fünfte. Ziel sei es, erläuterte Reinhard Schüler, noch mehr aus der Geschichte des Ortes zu erfahren. "Wir wollen was rauskitzeln und natürlich so Material für unsere Chronik erhalten." Zu so manchem Thema brachten die Steinsdorfer authentische Dinge mit. Ein Spielzeugpferd von 1907 und eine Puppenwiege von 1920, als es um "Kindheit und Jugend in Steinsdorf" ging, und beim Thema "Heiraten in Steinsdorf" überraschten verschiedene Frauen mit ihren Hochzeitskleidern von vor 20 und 30 Jahren.

Am Sonntag stand die Geschichte der Feuerwehr im Mittelpunkt. 1883 wurde für den Ort eine Handdruckspritze angeschafft und 1904 die Freiwillige Feuerwehr in Steinsdorf gegründet. Ein Glück, denn am 12. Oktober 1911 kam es zu einem großen Dorfbrand, bei dem sich die Kameraden beweisen mussten. Auch in den Folgejahren war der Rote Hahn immer mal wieder in der Gegend aktiv. Mal brannte die Schmiede, mal ein Wohnhaus, ein Stall, eine Scheune oder eine Lagerhalle. An einige dieser Ereignisse konnten sich viele in der Runde noch erinnern. So berichtete Helga Ziehe, die gemeinsam mit Jeanette Karow die Dorfchronik führt, vom Brand 1954, als das Wäsch'sche Wohnhaus in Flammen stand. Jedoch verloren bei Kaffee und Kuchen die Unglücke etwas ihre Schrecken.

Erinnert wurde auch an den Bau des Schlauchturmes (1963) und den Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit Konsum und Garage (1977). 1995 dann bekamen die Steinsdorfer Floriansjünger ihr erstes Fahrzeug. Dieser Ford, ein Geschenk der Stadt Remscheid an Jessen, hatte schon damals einige Jahre auf dem Buckel. Doch er läuft auch heute, dank guter Pflege, noch vorzüglich. Im Jessener Industriegebiet und am Wasserwerk in Groß Naundorf standen die Mitglieder der Feuerwehr beim Jahrhunderthochwasser 2002 ihren Mann. 2007 rückten sie zu Einsätzen aus, um den Windbruch, den der Orkan Kyrill hinterlassen hatte, zu beseitigen. 2010 stemmten sie sich Seite an Seite mit anderen Wehren in Schweinitz und Klossa gegen das Hochwasser der Schwarzen Elster. Seit 2011 ist die Steinsdorfer Truppe mit der Mügelner Wehr verschmolzen. Besonders stolz sind die Steinsdorfer, dass in ihrer Löschgruppe immerhin 16 Aktive Kameraden zu finden sind. Und das bei nur 100 Einwohnern. Darüber hinaus haben diese es verstanden, einige Kinder und Jugendliche für die Feuerwehr zu begeistern. Besonders erfreulich waren die erreichten Ergebnisse am 15. September 2012, als Kameraden der Wehr in Jessen den Leistungsnachweis erfolgreich ablegen konnten.

Für den Chroniknachmittag war im Raum eine kleine, aber feine Ausstellung aufgebaut worden. Alte Dokumente und Fotos waren da genauso zu sehen, wie ebensolche Schläuche und Spritzen. Auch diverse Feuerwehruniformen, vor allem aus DDR-Zeiten, konnten bewundert werden und ein Film, der die Kameraden in fröhlichen Momenten, wie dem Dorffest, zeigte. Fotos und Filme sind für die folgenden Generationen immer ein Fenster, durch das Geschichte ein Gesicht bekommt. Im Falle des Gruppenfotos von 1938, welches im Gemeinschaftshaus von Hand zu Hand ging, waren das gleich mehrere. Die Anwesenden stellten fest, dass der Krieg auch unter den Kameraden der Feuerwehr Lücken riss und die Namen einiger auf dem Foto nun ebenfalls auf dem 1923 eingeweihten Gedenkstein neben der Kirche zu finden sind. Mit einem Gebinde von der Dorfgemeinschaft und einer Schweigeminute wurde ihrer gedacht.

Quelle: www.mz-web.de


Kreis Wittenberg Feuerwehr tankt Kultur

VON EVELYN JOCHADE, 30.09.12, 18:35h, aktualisiert 30.09.12, 19:19h

Mitten unter die Klossaer Potsdam-Fahrer hatte sich nahe der Windmühle ganz volksnah und urplötzlich Friedrich der Große gemischt. (FOTO: E. JOCHADE)

KLOSSA/MZ. Was tun, wenn man schon mal nach Potsdam fährt? Vor diese Frage sah sich die Klossaer Feuerwehr gestellt. Die Entscheidung für die brandenburgische Hauptstadt war gefallen, nachdem sich die Männer und Frauen bereits in der näheren und weiteren Umgebung umgesehen haben. Einmal im Jahr gehen sie auf große Fahrt. Stralsund, Leipzig und viele andere lohnenswerte Ziele waren bereits abgehakt. Im letzten Jahr in Halle sahen sie sich die größte Hallorenkugel der Welt und als Kontrastprogramm die Himmelsscheibe im Museum für Vorgeschichte an. Nun wollten sie kompakt Kultur tanken.

So steuerten sie zunächst zum Schloss Sanssouci und buchten eine Führung. Jedoch war die Enttäuschung groß als jeder für zwölf Euro Eintritt lediglich einen Führer im Handyformat in die Hand gedrückt bekam. Nach 25 Minuten war dann bereits der Besuch bei den Hohenzollern vorbei. Kultur, das folgerten die Klossaer, kann ganz schön ins Geld gehen. Dabei waren sie noch nicht einmal in die Gruft vorgedrungen, wohin nach der Wende Friedrich der Große umgebettet worden war. Selbst diejenigen, die nicht unbedingt auf den Pomp von einst standen und es vorgezogen hatten, im tatsächlich wunderschön angelegten und von 30 Gärtnern perfekt gepflegten Park spazieren zu gehen, konnten das nicht so recht genießen. Verständlicherweise hatten diese Idee an dem sonnigen Tag offensichtlich sämtliche Touristen. Und so musste man ständig ausweichen, um nicht mit Japaner, Amerikanern oder Russen zusammenzustoßen. Der Programmpunkt aber, auf den sich die Kameraden am meisten freuten, war die Schiffspartie auf der Havel und ihren Seen. Kein Wunder, sind doch die Feuerwehrleute stets mit Wasser sehr verbunden. Mit dem Flaggschiff "Sanssouci" der Potsdamer Weißen Flotte ging es vorbei am Schloss Cecilienhof, dort das Hans-Otto-Theater, da eine Brücke, eine mit spannender Geschichte. Über die Glienicker Brücke verlief die Grenze zwischen Ost und West. Am Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengt, 1950 repariert, war sie Schauplatz von Agentenaustausch und Freikauf. Was für ein Gefühl, hier so ungehindert und fröhlich durchschippern zu können.

Der Tag hielt für die Klossaer noch eine Überraschung bereit: Auf dem Rückweg wurde im "Rasthaus zum tiefen Brunnen" zwischen Treuenbrietzen und Jüterbog zu Abend gegessen. Dort trafen die Klossaer Kameraden auf die aus dem brandenburgischen Frankenhain bei Schlieben. Die waren ebenfalls in Potsdam und hatten das gleiche Programm absolviert. Das Ergebnis des Treffens und der guten Laune war eine Verabredung zu einem Wettkampf in Klossa. Allerdings rechnen sich die Sachsen-Anhalter kaum Chancen aus. Wie sagte Egbert Uhde, Klossas Ortswehrleiter: "Die haben 148 Einwohner und 66 sind davon bei der Feuerwehr." Doch die Klossaer sind nicht dumm, wird doch die Aufgabe heißen, eine Brücke nach Mönchenhöfe zu bauen. Und wenn die Gäste aus Frankenhain das nicht fertig bringen, dann nehmen die Gastgeber ihre B-Strahlrohre und simulieren den Brückenschlag.

Quelle: www.mz-web.de


Feuerwehr-Wettkampf

Kleindröben/Mauken verteidigt Wanderpokal

VON EVALYN JOCHADE, 24.06.12, 20:13h, aktualisiert 24.06.12, 20:46h

Wie die Axiener zuvor legten sich auch die Klossaer Kameraden an ihrer alten Spritze mächtig ins Zeug. (FOTO: E. JOCHADE)

KLEINDRÖBEN/MZ. Der neue, vom Heimatverein Kleindröben gestiftete Wanderpokal, ist es wert, dass man um ihn kämpft. Natürlich sportlich fair. Das aber war am Samstag beim inzwischen elften Feuerwehrwettstreit in dem Ort gegeben. Erneut war der Wettkampf der Wehren ein Höhepunkt des Dorffestes. Moderatorin Annett Berger sagte es nicht direkt, aber die Kleindröbener / Maukener Floriansjünger wollten den Pokal unbedingt in ihren Reihen halten.

Bekannter Parcours

Der Parcours auf der Wiese am Riß enthielt keine Neuerungen. Alle vier Teams wussten also bescheid. Zunächst das Büchsen Abschießen mit der Handspritze, dann das schnelle Anlegen der Schutzkleidung und das Anbringen der Saugrohre und Schläuche an der Motorpumpe. Ob die Kandidaten dabei dran dachten, dass die gastgebenden Kameraden an diesem Tag ein besonderes Jubiläum feierten? 60 Jahre ist es her, dass sie ihre erste Motorspritze erhielten. Aber in der Hitze des Gefechts, und warm war es tatsächlich, kam das den Feuerwehrleuten sicher erst später wieder in den Sinn, als sie mit ihren Schläuchen durch das Strohhindernis gelaufen und den Behälter gefüllt hatten.

Die ausgeloste Startreihenfolge sah die Axiener vorn. Behände wurden die ersten Aufgaben gemeistert und das Saugrohr in den dank der Graboer Wehr immer gut gefüllten Wasserspeicher versenkt. Doch dann flog durch den hohen Wasserdruck ein Strahlrohr weg. Grund, so wurde vermutet, war eine defekte Dichtung. Selbstverständlich versuchten die Pechvögel alles, um den Wasserkasten noch voll zu bekommen, aber die Aufregung war zu groß. Die Juroren, Mario Katze aus Klossa, Manfred Müller aus Axien und Volker Freitag aus Kleindröben zeigten sich kulant und nahmen die Mannschaft dennoch mit in die Wertung.

Nun waren die Düßnitzer an der Reihe. Und sie schafften fast ihre Siegerzeit vom vergangenen Jahr. Sylvia Neubauer legte grandios mit der Handspritze vor und schickte ihre Männer auf die Piste. Lediglich etwas mehr als eine Zehntelsekunde waren sie langsamer als 2011. Düßnitz sah wie der sichere Sieger aus.

Wie vom Bogen geschnellt

Doch hatten die Kameraden nicht mit dem Kampfeswillen der heimischen Wehr gerechnet. Nach einer Pause, in der die Axiener und die Klossaer mit ihren uralten Spritzen gegeneinander antraten, die von Klossa ist von 1852 und die Axiener von 1902, wurde es für die Kleindröben-Maukener ernst. Wie vom Bogen geschnellt sausten sie los und kaum war der Startschuss gefallen, standen sie bereits mit ihren Strahlrohren bereit zum Löschen. Und als dann auch noch super schnell die Zeiger hoch gingen, klatschten die vielen Zuschauer rundum begeistert Beifall.

Quelle: www.mz-web.de


Kreis Wittenberg

Fest rund ums knusprige Brot

VON GABI ZAHN, 13.05.12, 20:57h, aktualisiert 13.05.12, 21:59h

Auf diese Weise über die Wiese zu hopsen, ist gar kein so leichtes Unterfangen, wie hier Jürgen Lehmann, Tom Kösterke, Hendryk Sachse und Daniel Petzold (v.l.) feststellen. (FOTO: GABI ZAHN)

MÖNCHENHÖFE/MZ. Marlies Marotzke sieht am Samstagnachmittag immer noch ganz frisch aus. Inzwischen ist sie nicht mehr mit Mehl bestäubt. Seit 5.30 Uhr hatte sie gemeinsam mit Edith Hallas und Carola Hauß an den beiden Trögen in der Backstube gestanden und den Teig für etwa 120 Brote bereitet - jedes eineinhalb Kilo schwer. In zwei Schüben wurden die dann im Holzofen gebacken, der von Hartmut Lehmann in traditioneller Weise mit Reisigbündeln auf Betriebstemperatur gebracht wurde. Wenig später - der Duft war offenbar weit über die Dorfgrenzen gezogen - kamen schon die ersten Kunden, einige sogar aus Annaburg, um die knusprigen Brotlaiber abzuholen.

Am Abend zuvor hatten bereits Christa Jantz, Annekathrin Riethdorf und Andrea Schulze fünf riesige Bleche mit köstlichem Hefekuchen gebacken. Den gibt es am Nachmittag zum Backofenfest, das zum Saisonauftakt Scharen von Einwohnern und Gästen anlockt.

Früher selbst mitgemacht

Als sich gegen 15 Uhr das große Zelt füllt, lassen sich auch Erwin Schiepe und seine Ehefrau Helga Kaffee und Kuchen schmecken. Der 86-Jährige blickt in die Runde und erzählt: "Hier in Mönchenhöfe war immer schon was los. Wir wissen das. Wir sind hier geboren. Ich habe früher sogar selbst den Backofen angeheizt. Schön, wenn das jetzt alles weitergeführt wird."

In diesem Sinne begrüßt Torsten Kösterke als Vorsitzender vom Heimatverein alle Einwohner und Gäste sehr herzlich - vor allem die der Nachbarfeuerwehren, die - eingeladen von den Floriansjüngern aus Mönchenhöfe - wenig später zum Löschangriff nass antreten wollen, wie er deutlich verkündet. Zunächst jedoch hat er eine andere Botschaft zu überbringen. Er bittet alle Anwesenden, sich an Elsbeth Apfelbaum zu erinnern. "Sie wäre im November 90 Jahre alt geworden und ist vor wenigen Tagen gestorben", gibt er bekannt. "Seit 1984, seitdem unser Backofen rekonstruiert wurde, hat sie fleißig mitgewirkt und viele Jahre lang den Teig mit den Händen geknetet, bevor wir die Maschine bekamen. Das werden wir nicht vergessen."

Moment der Stille

An den Tischen ist es einen Moment lang still. Alle haben die Verstorbene gekannt und geschätzt. Gäste von außerhalb erfahren durch die Einheimischen von der rührigen Frau. Elsbeth Apfelbaum würde es nicht anders wollen, als dass die Backtradition, die die Gemeinschaft im Dorf gefestigt hat, frohen Mutes fortgeführt wird. Nach der Kaffeezeit nehmen die Feuerwehr-Truppen draußen Aufstellung. Mannschaften aus sechs Orten sind der Einladung gefolgt - mehr als in den Vorjahren. Mönchenhöfes Wehrleiter Arno Jantz begrüßt die Kameraden aus Klossa, Neuerstadt, Kleinkorga, Großkorga, Linda und natürlich die Gastgeber. Schmunzelnd berichtigt er sodann den Chef des Heimatvereins und stellt klar: "Torsten, wir machen jetzt keinen Löschangriff nass. Unser Wettkampf heißt heute Löschangriff Spaß!" Kösterke gibt lachend seinen Versprecher zu. Das Publikum applaudiert - und bekommt in der nächsten reichlichen Stunde tatsächlich jede Gelegenheit, die Bauchmuskeln mit Lachsalven und Anfeuerungsrufen in Bewegung zu halten. Als erstes müssen die Vierer-Teams auf je drei überlangen Spezial-Skiern im Langlaufschritt über den grünen Rasen zum "Brandort" gleiten. Das verlangt nicht nur den guten Willen, schnell am Ziel zu sein, sondern vor allem Koordination. Wer dabei ins Straucheln kommt, macht eine ziemlich komische Figur. Ähnlich funktioniert auch das Riesen-Sackhüpfen. Die Teilnehmer versuchen zu viert in einem überdimensionalen Sack so schnell und so gleichmäßig wie möglich über die Wiese zu springen. Doch ein Spaß-Wettkampf lebt davon, dass auch mal jemand aus dem Takt kommt und zu Boden geht, was natürlich auch für die anderen im Team Folgen hat.

Doch schließlich kommen alle guter Dinge im Ziel an - freilich in unterschiedlichen Zeiten. Entscheiden wird jetzt das legendäre B-1000-Ziehen. Der knallrote Original-DDR-Kleinbus - einst war er Einsatzfahrzeug der Ortswehr - funktioniert noch immer, doch das Gefährt hat sich seinen Ruhestand redlich verdient.

Motor wird geschont

Deshalb soll es in Motor schonender Weise mittels Manneskraft bewegt und an einem Seil vom Start zum Ziel gezogen werden. Die Männer spannen all ihre Muskeln an, die Zuschauer helfen mit guten Ratschlägen und Tempo-Rufen. Manch einer unkt, dass diese Technik angesichts der Preise an den Tanksäulen durchaus verfeinert werden könnte. Dann klicken die Uhren der Schiedsrichter ein letztes Mal. Die Kleinkorgaer Kameraden sind es, die die Siegertrophäe jubelnd mit nach Hause nehmen. "Silber" geht an die Lindaer. Der dritte Pokal verbleibt im Ort und gehört den Gastgebern aus Mönchenhöfe. Es folgen Großkorga, Neuerstadt und Klossa.

Quelle:- www.mz-web.de


Kreis Wittenberg

Nachwuchssuche schwierig

VON EVELYN JOCHADE, 22.02.12, 20:37h, aktualisiert 22.02.12, 21:32h
KLOSSA/MZ. Noch einmal ließen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Klossa in ihrer Jahreshauptversammlung das Jahr 2011 Revue passieren. 3,10 Meter erreichte das Hochwasser der Schwarzen Elster im Januar, welches gemeinsam mit Einsatzkräften aus Elster und Wittenberg sowie den Kameraden aus Seyda, Lindwerder, Naundorf und Linda bekämpft wurde. Sie alle, einschließlich des Technischen Hilfswerkes (THW), wurden von den Klossaern zu einer Dankeschönveranstaltung am Pfingstsamstag eingeladen.

Auch 2011 bekamen die Klossaer es nicht mit einem Brand zu tun, worüber sie "froh und dankbar sind". Gerade deshalb sehen sie es aber als notwendig an, die Einsatzbereitschaft hoch zu halten und durch Übungen sowie Aus- und Weiterbildungen zu vervollkommnen. Denn schon morgen kann der Rote Hahn zuschlagen, dessen sind sich die Kameraden stets bewusst.

Egbert Uhde (re.) ehrt Dieter Gronewold für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Löschtruppe. (FOTO: JOCHADE)

Es ist schwer, Neue zu finden

Die Wehr, deren Entstehung im Beitrag einer alten Zeitung auf 1871 datiert wurde, hat heute zwölf aktive Kameraden und zwei in der Altersabteilung. Für Egbert Uhde und seine Mitstreiter ist klar, dass das Überleben als selbstständige Wehr auch von der Rekrutierung neuer, vor allem jüngerer Mitglieder abhängt. Doch das sei, so der Wehrleiter, sehr schwer. Punkten können die Kameraden dabei allerdings nicht nur mit einer guten Ausbildung, körperlicher Fitness und hohem Ansehen im Dorf, sondern auch mit einem großen Zusammenhalt. Zum Jahresprogramm gehören nicht nur Schulungen, Beiträge zu Dorffesten und natürlich Einsätze, sondern auch gemeinsame Ausflüge zu kulturell bedeutsamen und interessanten Stätten. So haben sie auf dem Flughafen Leipzig-Halle hinter die Kulissen geschaut, im vergangenen April in Halle die Halloren-Schokoladenfabrik besucht und im Landesmuseum für Ur- und Frühgeschichte das Original der Himmelsscheibe angesehen. Auch die für Mai 2012 geplante Fahrt nach Potsdam wird die Truppe noch mehr zusammenschweißen und den Gemeinschaftssinn fördern.

Egbert Uhde konnte dem Brandmeister Dieter Gronewold die Ehrennadel für 40 Jahre Mitgliedschaft anstecken. Michael Putensen bekam sie für seine über 30 Jahre anhaltende Treue zu den Floriansjüngern. Besprochen wurden ebenso die anstehenden Höhepunkte im Jahr 2012. Der nächste geplante findet am 4. März statt und wird der bereits achte Brückenschlag über die Schwarze Elster nach Mönchenhöfe. War es im vergangenen Jahr zu diesem Termin lausig kalt, so hoffen die Klossaer (und sicher auch die Mönchenhöfer) diesmal auf wärmeres Wetter. Keinesfalls wollen sie auf der zugefrorenen Elster sich gegenseitig besuchen können. Besonders soll diesen Tag auch die Anwesenheit von Fritz Herforth machen. Der über 80-Jährige, der heute in München lebt, hatte als Lehrling 1953 am Bau der "Brücke der Freundschaft", wie die Verbindung genannt wurde, mitgearbeitet. Noch heute bedauert er deren Abriss 1969. Ein von ihm geschaffenes Modell des Übergangs ist im Gemeinschaftshaus des Dorfes zu besichtigen.

Ausrücken mit Handdruckspritze

Neben der Absicherung des Osterfeuers am 7. April und der Unterstützung des Pferdetages am Pfingstsonntag freuen sich die Klossaer auf die Wettkämpfe im Juni in Kleindröben. Dorthin wollen sie ihre alte Handdruckspritze aus dem Jahr 1872 mitnehmen und so für Aufsehen sorgen. Wichtig erscheint den Kameraden auch ein Termin im Oktober. Die gemeinsame Ausbildung für den Bereich Ost in Holzdorf fördert nicht nur die Kameradschaft unter den Wehren aus Holzdorf, Schweinitz, Mügeln, Reicho, Buschkuhnsdorf, Neuerstadt, sowie Klein- und Großkorga, sondern erlaubt ihnen auch Fahrzeuge und Technik gegenseitig besser kennen zu lernen. Letzteres eine ganz aktuelle Aufgabe in der Klossaer Versammlung. Vier Sprechfunkgeräte hatte Egbert Uhde für seine Truppe erhalten und durfte nun den Anwesenden ihre Funktion erläutern.

Quelle: www.mz-web.de


Feuerwehren und Bürger aus dem Raum Annaburg sammeln 850 Euro für vom Einbruch betroffene DLRG-Ortsgruppe

"Selbstverständlichkeit, dass wir jetzt auch den Zerbstern helfen"

21.11.2011 05:33 Uhr

Zerbst l "Unser Kamerad Olaf Roik hatte im Radio gehört, dass in der Nacht zum 14. Oktober in den Zerbster Räumen der DLRG-Ortsgruppe Zerbst/Roßlau eingebrochen, gestohlen und randaliert wurde", erzählt Georg Cieplik, Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr von Premsendorf, einem Ortsteil der Stadt Annaburg.

Mike Kuhrmann und Georg Cieplik, Ortswehrleiter in Kremitz und Premsendorf (v.r.), übergaben Spendengelder an Jürgen Schollbach, Frank Hebenstreit und Frank Striebing von der DLRG (v.l.). | Foto: H. Rohm

"Da müssen wir doch helfen", war die Idee von Olaf Roik. Er beriet sich mit einigen Kameraden und informierte die Ortswehren von Klossa, Mönchenhöfe, Löben, Premsendorf und Kremitz (Ortsteil von Jessen). Sammlungen unter den Kameraden der Wehren wurden ins Leben gerufen. Die Kremnitzer und Premsendorfer Kameraden haben die Bevölkerung ihrer Gemeinden mit einbezogen.

"Die Zerbster hatten uns zweimal bei schlimmer Hochwassergefahr der Schwarzen Elster geholfen. Ohne ihre Boote wären wir in sehr große Schwierigkeiten gekommen", erinnert Mike Kuhrmann, Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Kremnitz. Einige Bereiche der betroffenen Orte konnten damals mit Kraftfahrzeugen nicht mehr erreicht werden.

"Wir waren im September/Oktober 2010 für drei Tage und im Januar/Februar 2011 noch einmal vier Tage in dieser Region zur Sicherung der gefährdeten Deiche im Einsatz. Mit 20 Kameraden sowie mit unserer Technik haben wir die dortigen Kräfte unterstützt", so Frank Hebenstreit, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Zerbst/Roßlau.

Für die Kameraden aus den damals gefährdeten Orten sei es "nun eine Selbstverständlichkeit, den Zerbstern zu helfen", so Frank Busse aus Premsendorf und Mike Schwenke aus Mönchenhofe.

Insgesamt 850 Euro kamen bei den Sammlungen zusammen, die am Sonnabend, verbunden mit nochmaligem Dank, übergeben wurden. Die DLRG-Mitglieder der Ortsgruppe Zerbst/Roßlau waren überrascht und erfreut, "dass uns soviel Dankbarkeit zurückgegeben wird", findet Frank Striebing. Denn Dankbarkeit an sich und noch dazu verbunden mit solcher ansehnlichen finanziellen Unterstützung sei leider nicht immer die Normalität.

Nach abschließender Klärung der versicherungstechnischen Fragen, so Frank Hebenstreit, "wird das Geld insbesondere für die teilweise Wiederbeschaffung der gestohlenen und zerstörten persönlichen Dinge unserer Kameraden verwendet".

Quelle: www.volksstimme.de


09.03.2011 

Nach Brieflektüre noch einmal richtig aufgedreht

BRÜCKENSCHLAG Mit einer gemeinsamen Aktion erinnern Klossaer und Mönchenhöfer daran, dass sie sich ein Bauwerk über die Schwarze Elster wünschen.

Nach Brieflektüre noch einmal richtig aufgedreht

VON EVELYN JOCHADE

KLOSSA/MÖNCHENHÖFE/MZ - Bereits zum achten Mal versammelten sich am Sonntag Klossaer und Mönchenhöfer Feuerwehrkameraden an den Fragmenten der ehemaligen Brücke, um an die schöne Zeit zu erinnern, als die Kinder von Klossa noch im Nachbardorf die Schule besuchten und große Feste stets gemeinsam gefeiert wurden. Dass das wieder mal so wird, dafür setzen sich beidseitig der Schwarzen Elster viele Bürger ein. Vornweg die freiwilligen Feuerwehren der beiden Orte, die zur Stadt Jessen gehören. Wegen klammer Kasse können sie dabei kaum auf die Kommune hoffen. Deshalb haben sie als Zeichen der Verbundenheit vor inzwischen acht Jahren diesen symbolischen "Brückenschlag" erfunden. Als Floriansjünger zelebrieren sie den selbstverständlich mit dem Wasser aus der Elster. Die trennt zwar in einer Breite von rund 15 Metern das Klossaer vom Mönchenhöfer Ufer, aber die Menschen hier und da, die sich manchmal, wie die besungenen Königskinder fühlen, wollen das nicht auf Dauer hinnehmen. So sind die selbst von der Bundesstraße 187 zu sehenden Wasserstrahle auch eine Mahnung an die Verantwortlichen, den ersehnten Elsterübergang nicht aus den Augen zu verlieren.

Quelle: www.mz-web.de


Quelle: MZ vom 09.03.2010 


 Per Schlauchboot zum Festplatz - Feuerwehren absolvieren bei Klossaer Feiertagen einen ungewöhnlichen Vergleich (Von unserem Mitarbeiter Andreas Richter)

Klossa/MZ. Manchmal kommt es anders als man denkt. Diese alte Volksweisheit erfuhr am vergangenen Wochenende in Klossa ihre erneute Bestätigung. Denn wer am Sonnabend dachte, dass der Gastgeber beim Wettstreit der Wehren im Rahmen des diesjährigen Dorffestes wohl sicher auf Platz eins landen würde und der Titelverteidiger aus Purzien keine Chance auf den Sieg nach den bis zu diesem Punkt des Wettkampfes vorgelegten Zeiten haben würde, musste einsehen, dass man leicht irren kann. Aber der Reihe nach.Nachdem die Jahre, in denen zu Klossas Dorffest Pferde oder Rasentraktoren im Mittelpunkt standen, vorüber sind, bemühen sich Heimatverein und Feuerwehr stets aufs Neue um publikumsträchtige Programmpunkte. Aufgrund bisheriger guter Erfahrungen beim Ausrichten spezieller Feuerwehrwettkämpfe sollte auch diesmal dieser Part einer der Höhepunkte werden. Dazu wurden Gastwehren aus Schweinitz, Purzien, Löben, und Mönchenhöfe eingeladen. Für alle galt es zunächst, den Wettkampfplatz per Schlauchboot zu erreichen, um dann nach der Installation der Technik einen Ball mittels Wasserstrahl in einem markierten Torbereich zu bekommen.Klingt nicht allzu schwer, war aber komplizierter als angenommen. Das bewiesen die Gastgeber, die fairerweise als Erste starteten. Und erfahren mussten, dass ein möglicher Heimvorteil ungenutzt bleiben kann. Mit über drei Minuten erreichte Klossa in der Endabrechnung sogar nur den letzten Platz.Mit über zwei Minuten waren die Gäste aus Mönchenhöfe und Schweinitz zwar schneller, aber mehr als die Plätze drei und vier waren damit auch nicht zu holen. Löben schien hingegen nach seinem Lauf als sicherer Sieger. Nach 1:39,75 Minuten war der Ball im Ziel. Schneller könne auch Purzien nicht mehr sein, waren sich beinahe alle einig. Doch der Titelverteidiger dachte gar nicht daran, sich geschlagen zu geben. Ruck, zuck war der Ball über die Ziellinie gebracht. Mit 1:17,56 deklassierte er die Konkurrenz deutlich. Ein Fass Bier, welches mit den anderen geteilt wurde, war Lohn der Mühen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung


Gerätewart ist seit 40 Jahren dabei

Bild Kam.Wiese Ehrung

KLOSSA/MZ - Bei der traditionellen Weihnachtsfeier wartete auf den Gerätewart der Klossaer freiwilligen Feuerwehr, Lothar Wiese (links), eine Überraschung. Sein Wehrleiter Egbert Uhde fragte ihn, welche Bedeutung für ihn das Datum 1. Dezember 1968 habe. "Ich habe nichts angestellt", kam eine entschuldigende Antwort. Und doch, an diesem Tag wurde er nämlich Mitglied der Feuerwehr. Deshalb bekam er eine Ehrenurkunde, einen Anstecker für die Uniform und einen Blumenstrauß.
Die Klossaer Wehr ist eine relativ kleine, zählt derzeit 13 Mitglieder (fünf Frauen und acht Männer). Vier ehemalige Aktive bilden die Altersabteilung. Der Älteste ist mit 76 Jahren Erich Globig, die jüngste Jenny Katze (39). Zum Einsatz komme die Wehr nur im Ort, so deren Leiter. Deshalb habe sie auch nur einen Tragkraftspritzenanhänger. Diese bekommt eine neues Fahrgestell und kann dann mit Pkw bewegt werden. In diesem Jahr wurde er bislang nicht benötigt und die Floriansjünger hoffen auch nicht, dass sie über die Festtage zum Einsatz kommen. Am Sonnabend wurde jedoch erst einmal gefeiert.

FOTO: BORIS CANJE
Boris Canje Redakteur Mitteldeutsche Zeitung


"Knoten-Schule" für Frauen JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG Auf den Zusammenhalt wird großer Wert gelegt.

Bild Wehrleiter

KLOSSA/MZ/EJO - Wehrleiter Egbert Uhde ist sich, wie alle Mitglieder der Klossaer Feuerwehr bewusst, ohne die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein des Ortes und allen interessierten Bürgern wäre die erfolgreiche Arbeit seiner Truppe kaum möglich. Genau auf diese Unterstützung zielte sein Dank in der Jahreshauptversammlung der Löschtruppe.
Nun könnte man meinen, eine solch kleine Einheit hätte kein großes Gewicht. Dass dem nicht so ist, legte Stadtwehrleiter Hans-Peter Schaefer mit wenigen Worten dar. Bereits durch seine Anwesenheit führt der Jessener diese Überlegung ad absurdum. Kleinere Wehren sind straff organisiert, hier kann sich noch jeder auf den anderen verlassen. Hans-Peter Schaefer lobte denn auch die Aktivitäten der Klossaer Kameraden und bedankte sich im Namen der Stadtwehrleitung für ihren Einsatz. Gottlob brachte das Jahr 2008 den Klossaern keinen Brand oder ähnlich Negatives. Dennoch musste die Wehr stets präsent sein und auf dem neuesten Stand. Aus diesem Grund wurde und wird der Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden großer Stellenwert beigemessen. Schulungen zu verschiedenen Themen, so zum aktuellen Wegerecht und zu Sonderrechten sowie zum Arbeits- bzw. Atemschutz, zeigen dies. Bei den Bewährungsproben 2008, wie dem dritten Brückenschlag zwischen Mönchenhöfe und Klossa Anfang März, hatten viele Besucher Gelegenheit, sich von der Arbeit beider Wehren zu überzeugen. Die vielfältigen Aufgaben, darunter das Abpumpen der Brunnen, wurden zuverlässig durchgeführt, wobei es bei der Inspektion kaum Beanstandungen gegeben habe. Die Absicherung und Begleitung des Oster- und Herbstfeuers, die Teilnahme am Dorffest und am Heimatfest in Jessen sowie am Backofenfest der Mönchenhöfer mit ausgefallenen Wettkampfideen für die Feuerwehrleute rundeten das Jahr ab.
Es sei schon ein Glücksfall, betonte Stadtwehrleiter Hans-Peter Schaefer, dass Egbert Uhde auch hauptberuflich bei der Feuerwehr arbeitet. Daran könne man erkennen, wie eng er mit der Materie verbunden ist. Allerdings sei es keinesfalls so, dass zwangsläufig alle Hauptberuflichen auch in den freiwilligen Löschtruppen mitarbeiten. Für den so Gelobten schien das selbstverständlich zu sein. Der 40-Jährige ist derart mit der Feuerwehr verwachsen, dass er gern auch den Frauen in seiner Klossaer Mannschaft alles, was er weiß, beibringen möchte. Vor allem sein "Hobby", die Knoten, sollten sie beherrschen. Dabei, das bestätigten die Kameradinnen, ist er ein geduldiger Lehrer. "Er zeigt uns das in aller Ruhe 36-mal. Beim 37. Mal haben wir´s dann kapiert." Aber nicht nur wegen dieser Leistung wurde Egbert Uhde zum Oberlöschmeister befördert. Wilfried Globig, der ebenfalls der Wehr angehört und der als Vorsitzender des Heimatvereins vor allem die Verbindung der beiden Interessengemeinschaften hält, wurde von Hans-Peter Schaefer zum Hauptfeuerwehrmann ernannt.
Vor 625 Jahren wurde Klossa erstmals urkundlich erwähnt, das ist bekannt. Wie lange es im Dorf die Feuerwehr gibt, das liegt jedoch im Dunkeln, auch wenn dazu einige Zeitungsartikel aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts existieren. Vielleicht hat ein MZ-Leser da Informationen für die Klossaer Feuerwehr?

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung


Wasserstrahlen und Bürgermeister trafen sich im Nebel

Tradition: Symbolischer Brückenschlag zwischen Klossa und Mönchenhöfe. Hoffnung auf Neubau einer Elsterquerung. Brettschneider trifft Wilthener Amtskollegen Herfort.

VON H.-DIETER KUNZE

KLOSSA/MÖNCHENHÖFE/MZ. Den traditionellen symbolischen Brückenschlag über die Schwarze Elster zwischen Klossa und Mönchenhöfe gab es am gestrigen Sonntag. Es war die sechste Veranstaltung dieser Art in Folge. Wie immer hatten sich auf beiden Uferseiten zahlreiche Schaulustige eingefunden, wärmten sich an Lagerfeuern und genossen Glühwein und Deftiges. Sie gaben wie die Bewohner beider Jessener Stadtteile ihrer Hoffnung Ausdruck, dass es bald wieder eine feste Querung über den Fluss geben wird. Die Wasserstrahlen aus den C-Rohren trafen sich wie immer über der Flussmitte. Allerdings waren die Bedingungen diesmal etwas anders. Die Schwarze Elster hatte einen relativ hohen Wasserstand, so dass die Pumpen auf den Dämmen aufgestellt werden mussten. Für die Kameraden beider freiwilligen Feuerwehren war das kein Problem, entsprechend lange Schläuche waren vorhanden. Dichter Nebel lag über dem Schauplatz des Geschehens er war zeitweise so dicht, dass man die aufeinander treffenden Strahlen nur mit Mühe erkennen konnte. Vor zwei Jahren sah das ganz anders aus. Es gab einen strahlend blauen Himmel, auf den die Wasserstrahlen einen schönen Regenbogen „zauberten“. Auch der „Fährverkehr“ mit einem Ruderboot war zunächst beeinträchtigt. Es herrschte eine ziemlich starke Strömung, außerdem musste erst ein längeres starkes Seil beschafft werden, das als Hilfe beim „Hinüberhangeln“ diente.

Auf Klossaer Seite gab es außerdem ein „kleines Gipfeltreffen“ zweier Stadtoberhäupter. Dietmar Brettschneider begrüßte seinen Amtskollegen Michael Herfort aus Wilthen. Er ist der Neffe von Friedrich Herfort, der 1953/1954 als Zimmermann am Bau der „Friedensbrücke“ über die Schwarze Elster beteiligt war. Auch diesmal war der jetzt in München lebende Pensionär beim Brückenschlag dabei. Im Juli 2007 hatte er ein Modell der ehemaligen Brücke mitgebracht. Diesmal war es eine Nachbildung der Bockwindmühle, deren Ruten sich einst in Klossa drehten. Die Mühle wurde rekonstruiert und steht seit Jahren in Werder an der Havel (die MZ berichtete). Die Übergabe erfolgte in der Gaststätte „Zum Dorfkrug“, die MZ berichtet darüber in einer der nächsten Ausgaben.

Jessens und Wilthens Stadtoberhaupt führten am Rande des Geschehens einen zwanglosen Erfahrungsaustausch über ihre Tätigkeit. Michael Herfort meinte, dass für den Neubau einer Brücke an dieser Stelle vielleicht Mittel aus dem Konjunkturpaket II zur Verbesserung der Infrastruktur verwendet werden könnten. Im Freistaat Sachsen seien diese Gelder beinahe vollständig verplant. Brettschneider winkte nur ab. Er glaube nicht daran, dass in Sachsen-Anhalt größere Summen davon in den Kommunen ankommen würden.

In einem anschließenden MZ-Gespräch sagte er jedoch, dass das Thema Brückenneubau zwischen Klossa und Mönchenhöfe keinesfalls in der Stadtverwaltung einer Schublade verstaube. Er kündigte eine Entscheidung darüber noch im nächsten halben Jahr an. So schlecht stünden die Chancen gar nicht. Denn die Stadt Jessen sei seit drei Jahren in einem Förderprogramm der Europäischen Union berücksichtigt. „Brücken verbinden Menschen, auch an dieser Stelle“, meinte Brettschneider.

Klossas Wehrleiter Egbert Uhde hörte das gern. Die symbolischen Brückenschläge seien zwar jedes Jahr ein Höhepunkt, aber: „Auf das kleine Jubiläum eines zehnten „Wasserstrahlenfestes“ könnten wir gern verzichten. Viel lieber würden wir Klossaer uns dann mit den Mönchenhöfern über der Flussmitte treffen.“

Quelle: www.mz-web.de


 

Brücke der Hoffnung“                                                                                     02.03.08
über Schwarzer Elster


Feuerwehren von Klossa und Mönchenhöfe vollzogen zum fünften Mal das Ritual
 
Von unserem Mitarbeiter H.-Dieter Kunze
 
Klossa/Mönchenhöfe/MZ. Zwei Wasserstrahlen trafen am Sonntag über der Schwarzen Elster aufeinander. Zum fünften Mal in Folge wurde dieses Ritual von den Kameraden der freiwilligen Feuerwehren Klossa und Mönchenhöfe initiiert. Von zwei Tragkraftspritzen am jeweiligen Ufer mit Elsterwasser gespeist und über Schläuche sowie zwei B-Rohre komprimiert, trafen zwei Stunden lang jeweils 800 Liter Wasser pro Minute über der Flussmitte aufeinander.
Eine „Brücke der Hoffnung“ sollte sie sein, eine Hoffnung darauf, dass bald wieder eine „richtige“ Brücke die beiden Jessener Ortsteile verbinden möge. Widerlager an beiden Ufern so wie ein Klinkerpfeiler mit Schlagseite im Fluss erinnern immer noch daran, dass es hier einst eine Verbindung gab. Als „Brücke der Freundschaft“ wurde sie am 8. Mai 1954, dem Tag der Befreiung, der damals noch ein Feiertag war, eingeweiht. Noch im gleichen Jahr wurde sie durch ein Hochwasser schwer beschädigt und gesperrt. Das interessierte die Klossaer und Mönchenhöfer aber herzlich wenig. Sie nutzten weiterhin die rund 150 Meter lange Querung als kürzesten Weg zum jeweiligen Nachbarort. 1969 wurde die Brücke aus Sicherheitsgründen mit Hilfe sowjetischer Panzer endgültig abgerissen. Damit verlängerte sich der Weg zwischen beiden Ortschaften auf rund sechs Kilometer, wenn man in  Schweinitz oder Löben die nächstgelegenen Elsterquerungen benutzt.
Das gestrige Spektakel war wieder von zahlreichen Gästen besucht. Auch wenn man sich nicht die Hände schütteln konnte, Rufe über den Fluss taten es auch. Lagerfeuer loderten, für Deftiges vom Grill war bestens gesorgt, auch für Getränke, inklusive Glühwein.
Eine Flussquerung per Ruderboot wie letztes Jahr war diesmal leider nicht möglich. „Angesichts des hohen Wasserstandes und der starken Strömung haben wir aus Sicherheitsgründen darauf verzichtet“, erklärte Klossas Wehrleiter Egbert Uhde. Er habe jetzt wesentlich mehr Hoffnung, dass der Traum von einer Brücke eines Tages doch in Erfüllung gehen wird. Vor allem im Hinblick auf den Radwanderweg entlang der Schwarzen Elster von Lauchhammer über Herzberg bis zur Elstermündung. Außerdem habe sich der Verein für eigenständige Regionalentwicklung im Jessener Land der Problematik angenommen und unterstütze sie, so Uhde.
Sein Amtskollege auf der anderen Seite, Wehrleiter Arno Jantz, konnte dem nur beipflichten: „Klar muss wieder eine Brücke her, die Einwohner beider Orte gehören einfach zusammen.“ Versammlungen beider Ortswehren und Ausbildungen könnten dann problemlos gemeinsam durchgeführt werden. Ein enger Kontakt bestünde ja ohnehin. Jantz nannte als Beispiel die Aufstellung einer gemeinsamen Mannschaft, die vergangenes Jahr am „Löschangriff nass“ in Jessen teilnahm.
Die Erlöse aus Speisen und Getränken der gestrigen zwei kleinen Volksfesten werden wie immer auf ein extra angelegtes „Brückensperrkonto“ überwiesen, als symbolische Anzahlung sozusagen. Denn für einen Brückenbau reicht es längst nicht.
Trotzdem gingen die Menschen gestern doch mit ziemlichem Optimismus auseinander und viele sagten sich: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
 
Zitat:
 
„Wir haben aus Sicherheitsgründen diesmal auf Bootsüberfahrten verzichtet.“
Egbert Uhde, Wehrleiter Klossa

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung


Quelle: Lausitzer Rundschau vom 23.09.1994