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Presse 2018


Quelle:- MZ vom 05.03.2018


Angler in Schweinitz Fünf Neue werfen die Angel aus

Von Evelyn Jochade 08.03.18, 12:47 Uhr

Den Fisch des Jahres 2016 fing Karlheinz Thiele (li.) aus Klossa. Das wurde ihm vom Vereinschef Mathias Wilczynski urkundlich bescheinigt. Foto: E. Jochade

Schweinitz - Erfreuliche Nachrichten hatte der Vereinsvorsitzende Mathias Wilczynski auf der Jahresversammlung der Schweinitzer Angler in der „Finke“, ihrem Vereinslokal. Allein im vergangenen Jahr traten nämlich fünf neue Petrijünger dem Verein bei, was die Gesamtmitgliederzahl auf 34 erhöhte.

Das freut vor allem diejenigen, wie Norbert Müller, die sich noch allzugut an die Zeit um 2011 erinnern können. Da war die Vereinsstärke nach Jahren der Abwanderung, durch Austritte und Todesfälle auf 22 gesunken.

Im Mitgliederaufschwung

Diesen absoluten Tiefpunkt haben die Schweinitzer Angler, die keineswegs nur aus Schweinitz kommen, lange hinter sich gelassen. Müller brachte es auf den Punkt: „Der ASV Schweinitz lebt noch!“ Mehr Mitglieder heißt auch mehr Einnahmen und somit mehr Geld zum Ausgeben.

Wofür die Sportfreunde im zurückliegenden Jahr Euros in die Hand nahmen, das legte zum ersten Mal Jenny Scholz offen. Sie ist die neue Kassenverantwortliche, die seit einiger Zeit von ihrem Vorgänger, Günter Ulitzsch, gründlich in die Materie eingearbeitet wurde. Die Planung sah vor, für 500 Euro neue Besatzfische zu kaufen. Tatsächlich wurden sogar 700 Euro für Schleie, Gras- und Spiegelkarpfen aufgewandt, die im Herbst sicher in die von den Schweinitzern beangelten Gewässer entlassen wurden.

In fünf Arbeitseinsätzen, organisiert von Gewässerwart Frank Neutschmann, reinigten und pflegten die Angler diese und trafen Vorbereitungen für Veranstaltungen wie das Anangeln, welches am 17. Juni am Pumpenteich in gemütlicher Runde mit den Familienangehörigen stattfand.

Der Verein beteiligte sich mit einer Mannschaft am Fußballturnier und präsentierte sich ebenfalls auf dem Schweinitzer Heimatfest. Der Zusammenhalt im Verein sei gut und es lohne sich, ihm beizutreten, so sein stellvertretender Vorsitzender Alexander Angelow. „Wer hier angelt, der hat gute Chancen, auch was Ordentliches zu fangen.“

Vielleicht auch aus diesem Grunde konnten die Schweinitzer auf der Jahresversammlung mit Olaf Rechlin aus Jüterbog und Alexander Klaasen aus Klossa zwei neue Anwärter begrüßen. Bei deren Aufnahme griffen zum ersten Mal die in der neuen Satzung des Vereins veränderten Regularien, wonach die Mitglieder über den Antrag zu entscheiden haben.

Olaf Rechlin (51) begründete es damit, dass er, der bisher zumeist mit Angelkarte unterwegs war, gemerkt habe, „ich gehöre einfach in einen Verein“. Alexander Klaasen (53) bezeichnete sich als „verrückten Angler“. Die Mitglieder waren sich einig: „Der übernimmt mal die Aufsicht über die ,Rühlicken‘“.

Nicht aus der „Rühlicken“, wohl aber aus einem anderen Pachtgewässer, an der „Ritterburg“, hatte 2016 der Klossaer Karlheinz Thiele den „Fisch des Jahres“ gezogen. Auf der Urkunde stand es schwarz auf weiß: Der Siegerfisch war ein Schlei von einem halben Meter Länge und zwei Kilogramm Gewicht.

Skepsis überwiegt

In der anschließenden Diskussion griffen die Petrijünger noch einmal das Thema Naturschutz auf. Speziell das Thema „Natura 2000“ beschäftigt sie. Sie befürchten Einschränkungen in der Ausübung ihres Sportes durch das Schaffen großflächiger Schutzgebiete. Dennoch sind sie gewillt, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten.

Wie sich diese allerdings auf das Ökosystem auswirken, dazu haben sie ihre eigene Meinung. Sollten die Stauwerke an Gräben und Flüssen entfernt und teils durch Sohlschwellen ersetzt werden, um den Fischen eine ungehinderte Passage zu den Laichplätzen zu ermöglichen, rechnen die Angler insgesamt mit einem deutlich absinkenden Wasserstand.

Der Schutz von Fauna, Flora und Habitat, gelte zwar für Tiere und Pflanzen war aus den Reihen der Vereinsmitglieder zu hören, aber wohl nicht für Menschen. (mz)

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Jahreshauptversammlung der Angler Großputz an der Rieke

Von Evelyn Jochade 19.01.18, 14:57 Uhr

 

Hilmar Pabst (li.) ehrt Nico Beisbier als Vereinsmeister. Foto: Jochade

Klossa/Holzdorf - Der 29. April, der erste feste Termin im Sportjahr 2018, ist zwar noch eine Weile hin, aber die Angler der DAV-Ortsgruppe Holzdorf sind für die kommende Saison gut gerüstet. Das machten sie in der Jahresversammlung in Klossa deutlich.

Der Sportplan, der neben dem Anangeln im April in der Premsendorfer Rieke, das Hegefischen am 3. Juni am Brandiser Badeteich, das beliebte Angeln mit den Familien zum 2. September an der Rieke und das Abangeln wiederum am Brandiser See beinhaltet, steht.

Am 28.Oktober dann sollten sich die Raubfische in Schwarzer Elster und Premsendorfer Rieke vorsehen, denn da geht es um den Raubfischpokal. Und da es zu dieser Jahreszeit schon kühl sein kann, werden die Petrijünger mit Glühwein und Suppe vorsorgen.

Barrierefreie Angelstand

Der Angelsport wird oft als einsamer Sport beschrieben, muss das aber nicht sein. Schon gar nicht, wenn man als Vereinsmitglied seine Aufgaben ernst nimmt. Will man seinem Hobby frönen, gilt es auch mit Schippe, Spaten, Harken und Sensen bei den Arbeitseinsätzen mitzuwirken.

Schließlich gehört auch die Pflege der Uferbereiche der gepachteten Gewässer unter die Regie des Vereins. Für 2018 haben sich die 62 Mitglieder der Holzdorfer Ortsgruppe dafür fünfmal an der Rieke verabredet. Das erste Mal bereits am 14. April im Vorfeld des ersten Angeltages.

Über Mittel vom Territorialverband soll in diesem Jahr der Belag des Angelstandes für Behinderte erneuert werden. Auf der Jahresversammlung warf Hilmar Pabst auch einen Blick zurück auf das Angeljahr 2017. Durch die Arbeitseinsätze im vergangenen Jahr weisen nach seinen Worten nun sowohl der Brandiser Teich als auch die Premsendorfer Rieke einen Top-Zustand an den Gewässerrändern und gut hergerichtete Angelplätze auf.

Einen Einsatz wollte er nicht unerwähnt lassen: „Am 3. Februar brachten Norbert Lange, Matthias Krause, Hans-Joachim Fuchs und Bernd Richter unter Mithilfe unserer Angelfreunde des Territorialverbandes insgesamt 1,2 Tonnen Kalk auf den zugefrorenen See auf und halfen so mit, den guten Zustand der Rieke zu festigen“, berichtet er.

So manchem Sportfreund, der mit sich und der Natur im Reinen an seiner Angelstelle sitzen und seine Nerven erholen möchte, wird dabei 2017 die Brüsseler Studie zur Ausweitung von naturnah zu erhaltenden Gebieten und deren Folgen auch für die Ausübung seines Sportes durch den Kopf schwirren.

Noch in dieser Legislaturperiode will man in Magdeburg diese Ideen in einem Gesetz festschreiben. Nicht nur die Angler in Sachsen-Anhalt erwarten immense Behinderungen durch die in Landesrecht umzusetzende „Natura 2000“-Studie. „Betretungsrechte von Boden- und Wasserflächen sowie nachhaltige Gewässerpflege und Fischfang würden in weiten Teilen des gesamten Elb-Urstromtales, einschließlich der darin befindlichen Nebenflüsse und deren Altarmen in hohem Maße eingeschränkt werden“, so kritisierte Hilmar Pabst.

In unserer Region beträfe das vor allem die Schwarze Elster und das Schweinitzer Fließ. Dagegen regt sich Widerstand. Auch die Holzdorfer Angler das in ihrer Stellungnahme dazu deutlich gemacht.

Hilmar Pabst nahm die anstehenden Veränderungen zum Anlass, um seine Vereinskameraden noch einmal die wichtigsten Verhaltensregeln am Wasser, insbesondere in Naturschutzgebieten, ans Herz zu legen. Gerd Scharfenberg, in seiner Funktion als Vorsitzender des Angler-Territorialverbandes nach Klossa gekommen, konnte zum Thema „Natura 2000“ einige Fragen beantworten.

So blieben im Entwurf der Verordnung alle Altverträge bestehen. Mit den Worten: „Angelvereine sind anerkannte Naturschutzverbände“, wies er auf deren Bedeutung für den Naturschutz hin. Angler entnehmen nicht nur Tiere aus der Natur, sie wirkten auch durch das planvolle Einsetzen von Fischen aktiv für den Naturschutz und das Überleben mancher Arten.

Einige Neuaufnahmen

Auch 2017 wurden in den Holzdorfer Angelgewässern wieder reichlich junge Karpfen, Schleie, Hechte und Zander eingesetzt. Finanziert vom Verein und Territorialverband sollen sie wachsen und gedeihen und zur Auffrischung der Bestände beitragen. Möglich, dass sie dann einmal als Prachtexemplar an der Angel von Friederike Meißner zappeln. Die 23-Jährige arbeitet als Erzieherin im Wittenberger Behindertenverband.

Schon als Kind war sie des Öfteren beim Angeln dabei und machte im vergangenen Jahr ihren Fischereischein. Auf der Jahresversammlung wurde sie einstimmig und ganz unspektakulär mit vier weiteren Bewerbern in den von Männern dominierten Verein aufgenommen. Nun wird die angelnde Fischesserin, die gestand, noch keinen Fisch zubereitet zu haben, auch das noch lernen. (mz)

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